Er steigt und steigt und steigt

Auch die Gartenbranche steht vor spürbaren Preissteigerungen, weil Rohstoff- und Transportkosten weiter nach oben gehen. Dadurch könnten Fertigungsstandorte in Europa wieder interessanter werden

In der Gartenbranche ist mit deutlichen Preissteigerungen in der kommenden Saison zu rechnen. Diese Einschätzung gaben einhellig die Vertreter der betroffenen Verbände auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Spoga+Gafa 2008 ab. So spricht der Industrieverband Garten (IVG) von „unvermeidbaren Preiserhöhungen auch für die Produkte im Freizeitmarkt Garten“. Preistreiber seien Logistik, Vormaterial, Rohstoffe und die Erhöhung der Transportkosten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. „Es wird keine Preisstabilität geben können“, prognostizierte IVG-Geschäftsführer Gerd Müller-van Ißem. Der stellvertretende Vorsitzende Ansgar Paul (Oase) äußerte die Erwartung, dass vor diesem Hintergrund „einkaufs- und kostengetriebene Sortimente etwa aus Asien“ überprüft werden. „Als Konsequenz daraus werden neue, näher gelegene Fertigungsstandorte insbesondere in Mittel-, Ost- und Südosteuropa entstehen – parallel zur Öffnung der Märkte für die Endprodukte“, lautet Pauls Prognose.
Auch der Barbecue Industry Association Grillverband (BIAG) rechnet mit Preiserhöhungen. Geschäftsführer Kurt Schlieper geht von zweistelligen Raten aus. Die Rohstoffpreise seien explodiert. „Wir stehen an einer sehr großen Wende, was die Preisentwicklung betrifft“, sagte Schlieper. Auch die Großvertriebsformen, die selbst als Importeure agierten, würden das zu spüren bekommen.
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