Deutschlands Baumärkte

17.11.2008
Beratungsunternehmen untersuchte die regionale Abdeckung; Standortentscheidungen seien oft nicht nachvollziehbar

Das Frankfurter Beratungsunternehmen M&L Mauer hat in den vergangenen Monaten für die bundesdeutsche Baumarktbranche die regionale Abdeckung, den Versorgungsgrad und die Wettbewerbssituation in den deutschen Stadt- und Landkreisen untersucht. Fazit: Vor dem Hintergrund einer möglichst optimalen, an den kaufkraftrelevanten Kennzahlen orientierten geographischen Verteilung von Baumärkten erscheinen die Standortentscheidungen der Branche insgesamt nur schwer nachvollziehbar. Die Filialnetze anderer relevanter Branchen weise, so die Untersuchung, im Vergleich zu den Baumärkten eine bessere kaufkraftorientierte Verteilung über das Bundesgebiet und damit eine höhere Kundennähe auf.Ein Baumarkt versorgt demnach bundesweit durchschnittlich 15.400 Haushalte. Insgesamt kommen im Westen 50 Prozent mehr Haushalte auf einen Baumarkt als im Osten. Ein Ländervergleich: In Sachsen-Anhalt teilen sich 8.400 Haushalte einen Baumarkt, in Baden-Württemberg 20.400. Ähnliche Unterschiede gebe es aber auch im gesamten Westen. So kämen beispielsweise in Baden-Württemberg doppelt so viele Haushalte auf einen Baumarkt wie in Niedersachsen, wo insbesondere das Emsland einen hohen Besatz aufweise. Unterschiedlich sei auch die Baumarktdichte in einzelnen Regionen; so weise z. B. der Raum Regensburg 3,5-mal so viele Haushalte je Baumarkt auf wie der Raum Oldenburg.Regionen mit scharfem Wettbewerb seien, so die Studie weiter, neben den Ballungsgebieten in den östlichen Ländern die Großräume Oldenburg, Münster/Osnabrück und Braunschweig/Wolfsburg. Hart umkämpft seien auch die Regionen Wesel, Düren, Euskirchen, Stade und Paderborn. Von der Baumarktbranche insgesamt vernachlässigte Gebiete, die aber hohe Kaufkraftkennzahlen aufweisen, sind demnach die Regionen Landau, Calw, Coburg, Alzey-Worms, Wunsiedel und der Bodenseekreis
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