Alternative zu Torf

Grüne Verbände verfassen Positionspapier zur EEG-Reform

03.03.2014

Die mit dem Thema Substratausgangsstoffe für die Erdenwirtschaft befassten Verbände der grünen Branche begrüßen es, dass die schwarz-rote Koalition die energetische Verwertung holziger Biomasse laut Koalitionsvertrag zurückfahren will. Zur anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat der Industrieverband Garten (IVG) in Abstimmung mit dem Zentralverband Gartenbau, der Bundesgütegemeinschaft Kompost und der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen dazu ein Positionspapier verfasst. Darin plädieren sie für flankierende Maßnahmen zur Rohstoffsicherung, um die Situation für den Einsatz von Substratausgangsstoffen als Alternative zu Torf zu verbessern.
Von den rund 9,5 Mio. m³ Blumenerden für Hobbygärtner und Kultursubstrate für den Erwerbsgartenbau, die derzeit pro Jahr in Deutschland hergestellt werden, haben alternative Stoffe nach Angaben des IVG einen Anteil von fast zwei Mio. m³. Im Zuge der Energiewende ist hier nach Auffassung der Verbände eine Knappheit eingetreten, weil die Stoffe zur Energiegewinnung eingesetzt werden.
Betroffen sind zum einen Rindenerzeugnisse, da Rinde inzwischen bei der Produktion von Holzpellets verwendet oder direkt zur Energiegewinnung verbrannt wird. Zum anderen geht es um Grünkomposte, die in der Erdenproduktion unter anderem wegen ihrer hohen Strukturstabilität geschätzt sind; werden holzige Bestandteile jedoch herausgesiebt und als Brennstoff verwendet, büßt das verbleibende Material seine besondere Eignung als Substratausgangsstoff ein.
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