Geplanter Arbeitsplatzabbau

Karlie Group unter Druck

Am Standort Haaren droht ein drastischer Personalabbau.
Am Standort Haaren droht ein drastischer Personalabbau.
12.01.2015

Die Karlie Group will Teile der Logistiksparte nach Belgien zur belgischen Firma Flamingo verlegen, die ebenfalls zur Firmengruppe gehört. Darüber berichten mehrere Medien. Die Folge wäre ein Arbeitsplatzabbau am Standort Haaren, der nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bis zu 110 Mitarbeiter, die Hälfte der Belegschaft, betreffen könnte.
Die zum Finanzinvestor Perusa gehörige Unternehmensgruppe, die auch Baumärkte mit Heimtierzubehör beliefert, reagiert damit auf wirtschaftliche Probleme, die zuletzt zu einem immer schnelleren Kurssturz der Mittelstandsanleihe geführt hat. Zum Jahresende wurde daraufhin ein weiterer Wechsel an der Firmenspitze vorgenommen. Der erst im Sommer zur Karlie Group gestoßene Michael Perlitz wurde durch Andreas Spiegel ersetzt, der in der Vergangenheit schon einmal als Berater für das Unternehmen tätig gewesen ist. Im Bereich Finanzen und Controlling wurde Dominik Müser eingestellt, der zuletzt bei dem Chemikalienhersteller Hansa Group und davor beim börsennotierten Kunststoffspezialisten Balda tätig war.
Die Karlie Group hatte für das erste Halbjahr 2014 einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf 49 Mio. € verkündet. Die Nettofinanzverschuldung stieg zum Ende des ersten Halbjahres um rund drei Mio. € auf ca. 23 Mio. €. Zudem fielen im ersten Halbjahr Verluste auf Ebit-Basis von rund 2,6 Mio. € an.
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