Deutscher Baumarkthandel

Optimistisch trotz Umsatzrückgang

13.05.2015

In den ersten drei Monaten des Jahres erreichte der Gesamtbruttoumsatz des deutschen Baumarkthandels einen Wert von 3,86 Mrd. € und weist damit im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang von 4,2 Prozent auf. Dabei, meldet der BHB, Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V., ist das Umsatzergebnis entscheidend auf das starke Vergleichsquartal des Vorjahres 2014, den Marktaustritt der Baumarktgruppe Praktiker/Max Bahr und das Märzwetter 2015 zurückzuführen. Auf bereinigter Verkaufsfläche summiert sich der Rückgang laut BHB auf 6,3 Prozent.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigen sich der Verband und die Branche nach wie vor optimistisch. „Die aktuelle Bilanz nach drei Monaten kommt für die Branche im Hinblick auf die besonderen Marktbedingungen im ersten Quartal des Vorjahres 2014 erwartungsgemäß“, kommentiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst das aktuelle Branchenergebnis. „Ungeachtet der aktuellen Zwischenbilanz verdeutlicht aber ein differenzierter Blick auf die Marktentwicklungen, dass es die Unternehmen der Baumarktbranche derzeit schaffen, das zur Zeit in Deutschland nach wie vor gute Konsumklima zu nutzen und mit attraktiven Angeboten die Baumarktkunden vom Leistungsportfolio der Branche zu überzeugen“.
Der Branchenverband hält daher sowie mit Blick auf anstehende Eröffnungen in ehemaligen Praktiker- und Max Bahr-Standorten an der Jahresprognose fest. Hier erwartet der BHB für 2015 ein Umsatzwachstum von flächenbereinigt 1,5 bis 2,5 Prozent. Für die Gesamtbranche sehen die Marktforscher von „results4retail“, Köln, ein Umsatzwachstum von bis zu 4,1 Prozent als realistisch an, wobei die Prognose allerdings im Lichte der Ungewissheit zu sehen sei, wie viele neue Standorte 2015 wiedereröffnet würden.
Die höchsten absoluten Umsätze im 1. Quartal 2015 erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte mit Sanitär- und Heizungswaren (428,4 Mio. €),  Elektro inklusive Beleuchtung (326,0 Mio. €), Bauchemie/Baumaterial (324,5 Mio. €), Anstrichmitteln/Malerzubehör (276,7 Mio. €) und Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (271,1 Mio. €).
Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich deutliche Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten, dies bedingt durch die starken Vorjahreszahlen: Die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut  (minus 17,2 Prozent), Lebendes Grün (minus 13,7 Prozent), Gartenausstattung (minus 10,4 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (minus 9,0 Prozent) und Gartenmöbel (minus 6,7 Prozent) erzielten sämtlich Umsatzrückgänge, ebenso wie die Warengruppen Freizeit- und Saisonwaren (minus 7,3 Prozent) und Bauchemie/Baumaterial (minus 6,4 Prozent). Die stärksten Zuwächse wiesen die Warengruppen Automotive (plus 6,4 Prozent), Technik/Büro/Unterhaltung (plus 4,9 Prozent), Haushaltswaren und Haushaltsgüter (plus 4,2 Prozent) sowie Elektro inklusive Beleuchtung (plus 2,9 Prozent) auf.
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