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Die Hälfte der Männer und ein Viertel der Frauen gelten als DIYer

Ein Viertel der Frauen in Deutschland greift regelmäßig zum Werkzeug, um etwas zu reparieren oder zu bauen. Foto: BoschBildunterschrift anzeigen
Ein Viertel der Frauen in Deutschland greift regelmäßig zum Werkzeug, um etwas zu reparieren oder zu bauen. Foto: Bosch
01.02.2016

Nähen, schneiden, Möbel bauen - Deutschland ist eine Bastler-Nation. So jedenfalls interpretiert das Online-Marktforschungsunternehmen Yougov die Ergebnisse einer entsprechenden Umfrage: Drei von fünf Deutschen (61 Prozent) werden zu den Bastlern gezählt, denn sie greifen mehrmals im Jahr zu Faden, Schere oder Hammer. Heimwerken, also Reparieren oder Bauen, ist mit 37 Prozent besonders hoch im Kurs, gefolgt von Handarbeit wie Stricken oder Nähen (25 Prozent) und Bastelarbeiten mit Papier und anderen Materialien (23 Prozent). 14 Prozent betreiben kreatives Handwerk wie Töpfern oder Malen. Die Umfrageergebnisse werden in die Studien "Mass-Customization" sowie "Customer Journey - Kreativ-, Handarbeits- und Bastelbedarf" eingehen.
Wie erwartet gibt es unter den Männern mehr Heimwerker (49 Prozent) als unter Frauen. Aber immerhin jede vierte Frau (26 Prozent) in Deutschland sagt, dass sie regelmäßig Reparaturarbeiten durchführt oder Gegenstände baut. Bei den übrigen Bastelarbeiten dominieren die Frauen. Im Gegensatz zu Jüngeren (18- bis 24-Jährige, 51 Prozent) sehen sich Ältere (ab 55 Jahren) mit 63 Prozent häufiger als Bastler. Inspiration für das Hand- und Heimwerken holen sich die befragten Do It Yourself-Fans häufiger in Online-Portalen (65 Prozent) als in Baumärkten (61 Prozent).
Ein wichtiger aktueller Trend, der auch in der Umfrage beobachtet wurde, ist das Upcycling. Er wird laut Yougov bereits von jedem fünften Deutschen verfolgt. Hier sind mehr Frauen (24 Prozent) als Männer (15 Prozent) aktiv. Das Upcycling als spezielle Art des Do-it-yourself und meint das gestalterische Wiederverwerten oder Umgestalten von alten oder alltäglichen Gegenständen. Das Motiv des Nachmachens ist mit 49 Prozent der Hauptgrund für ein Upcycling-Projekt. Etwas weniger (38 Prozent) geben als Grund an, durch Upcycling einen "Tapetenwechsel" mit wenig Geld herbeizuführen, und jeder Dritte nennt den Nachhaltigkeitsaspekt.
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