ECC Köln

Nur ein Viertel der Händler hat seine Prozesse weitgehend digitalisiert

ECC Köln und Plentymarkets haben die Hürden identifiziert, die der Handel bei der Digitalisierung sieht.Bildunterschrift anzeigen
ECC Köln und Plentymarkets haben die Hürden identifiziert, die der Handel bei der Digitalisierung sieht.
24.06.2016

Die Mehrheit der Händler in Deutschland hat erkannt, dass an der Digitalisierung kein Weg vorbeiführt. Zu dieser Erkenntnis kommen ECC Köln und Plentymarkets aufgrund ihrer Kurzstudie "Herausforderung Digitalisierung - wo stehen Händler heute?"
In Sachen Vertrieb sind die Befragten auch bereits gut unterwegs, so die Autoren. Rund 85 Prozent der Händler vertreiben ihre Ware (auch) online - meist über einen eigenen Online-Shop oder unterschiedliche Marktplätze.
Bei der Prozessdigitalisierung sieht dies allerdings ganz anders aus: Lediglich 27 Prozent der Händler bezeichnen sich selbst als weitestgehend digitalisiert. Immerhin knapp 53 Prozent der Befragten haben erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen, und rund 16 Prozent stehen noch ganz am Anfang. Vernachlässigt werden aktuell vor allem die Digitalisierung des Customer-Relationship-Managements und eine digitale Implementierung des Prozessmanagements.
Viele Händler sind in Sachen Digitalisierung noch zurückhaltend, weil sie bezüglich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses noch unsicher sind (50,3 Prozent). Außerdem fühlt sich jeder Dritte nicht mit dem nötigen technischen Know-how ausgestattet. Auch Unsicherheit über den Ablauf, Rechercheaufwand und fehlende Kenntnis zum genauen Bedarf hemmen die Digitalisierung.

Digitalisierung lohnt sich


Dabei zeigt die Studie: Die Unsicherheit bezüglich des Kosten-Nutzen-Aspektes ist häufig unbegründet. Dass Digitalisierungsprozesse positive Effekte hinsichtlich Kundenzufriedenheit, Umsatz, Kosten und Zeit haben, wird klar bestätigt. Die Mehrheit der befragten Händler, die bereits gut in Sachen Digitalisierung unterwegs sind, geben an, dass sich die erhofften Vorteile eingestellt haben. Rund 64 Prozent konnten ihre Kundenzufriedenheit steigern und jeder Zweite profitiert von Zeitersparnissen im Tagesgeschäft. Auch finanziell hat sich die Digitalisierung für die Befragten gelohnt: Knapp die Hälfte der fortgeschrittenen Digitalisierer können sich über erhöhte Umsätze und Kostenersparnisse freuen.
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