IFH-Studie zur Tendence

Das Weihnachtsgeschäft verliert tendenziell an Bedeutung

Advent im Gartencenter: Das Weihnachtsgeschäft hat hier bezogen auf das Gesamtjahr eine geringere Bedeutung als in anderen Handelszweigen.
Advent im Gartencenter: Das Weihnachtsgeschäft hat hier bezogen auf das Gesamtjahr eine geringere Bedeutung als in anderen Handelszweigen.
01.09.2016

Obwohl die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts für den Handel außerordentlich hoch ist, verliert es an Bedeutung. Insgesamt wurden 472,4 Mrd. € im Jahr 2015 im Einzelhandel umgesetzt, davon 87,2 Mrd. € in den Monaten November und Dezember. Das waren 18,5 Prozent. Im Jahr 2010 lag der Anteil noch bei 19,0 Prozent. Das geht aus dem Management Report "O du fröhliche... Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts für den deutschen Einzelhandel" hervor, der zur diesjährigen Tendence erschienen ist. Die Studie wurde von der Messe Frankfurt in Auftrag gegeben und durch das Institut für Handelsforschung Köln (IFH Retail Consultants) erstellt.
Zu den darin betrachteten sieben Branchen gehören auch Gartencenter. Sie erzielen laut der Studie 13,0 Prozent ihres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft. Damit sei für sie die Bedeutung der Weihnachtszeit weniger stark als beispielsweise im GPK-Fachhandel (26,0 Prozent). Der Möbelhandel kommt ebenfalls auf einen Weihnachtsanteil von 13,0 Prozent.
Im Gegensatz zu einigen anderen untersuchten Branchen stellen die Gartencenter und der Möbelhandel kaum fest, dass sich der Start des Weihnachtsgeschäfts nach hinten verschiebt. Allerdings beobachten 43,3 Prozent der befragten Gartencenter, dass in den vergangenen drei Jahren mehr Gutscheine gekauft werden.
Erstaunlich ist der Befund, dass Gartencenter die weihnachtliche Dekoration - das wichtigste Instrument, um die Kunden auf das Produktsortiment aufmerksam zu machen - etwas weniger einsetzen (76 Prozent) als der Fachhandel insgesamt (82 Prozent). Umgekehrt ist im Gartenfachhandel der Cross-Selling-Effekt stärkte als im gesamten Handelsdurchschnitt. Denn 40 Prozent der Gartencenter geben an, dass der Verkauf von Weihnachtsartikeln zu einem erhöhten Absatz sonstiger Produkte führt. Der Durchschnitt liegt bei 30 Prozent.
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