Farbenindustrie

Höchststände bei Rohstoffpreisen

Zur Zeit werden Höchstpreise für Rohstoffe registriert (Bild: Pixabay).
Zur Zeit werden Höchstpreise für Rohstoffe registriert (Bild: Pixabay).
27.10.2017

Die deutsche Lack-, Farben- und Druckfarbenindustrie kämpft mit Höchstpreisen bei den Rohstoffen. Für die rund 250 Unternehmen der Branche, so die der Verband der Lack- und Druckfarbenindustrie, hätten sich die Preise am Weltmarkt in den letzten Monaten so stark erhöht, dass sie die Geschäftsergebnisse der Branchenunternehmen belasten würden. Bei Pigmenten und Lösemitteln seien die Einkaufspreise seit Frühherbst auf Höchstständen, beim wichtigen Weißpigment Titandioxid verschärften Lieferengpässe die Situation zusätzlich. Lösemittel seien im Vergleichszeitraum um rund 15 Prozent teurer geworden, der Preis für Titandioxid sei seit Sommer 2016 sogar um knapp 40 Prozent gestiegen, so der Verband."In den vergangenen Monaten haben die Titandioxid-Hersteller nochmals stark an der Preisschraube gedreht", zeigt sich der VdL-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann sehr besorgt. "Die weitere Entwicklung ist aufgrund der komplexen, globalen Verflechtungen des Marktes kaum abzuschätzen. Die Experten gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise langfristig noch weiter steigen werden."Rohstoffpreise seien für die Lack- und Farbenindustrie entscheidend, da sie mehr als die Hälfte der Kosten ausmachten: Die Rohstoffkosten insgesamt hätten sich um mehr als zwölf Prozent seit Sommer 2016 erhöht und auch die Ausgaben für Fracht und Transport seien gestiegen. Die Mehrbelastung für die Branche schätzt der Verband auf insgesamt über 300 Mio. €.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy-Fachmagazin für die Baumarkt- und Gartencenterbranche
Lesen Sie auch