E-Commerce und Corona

Pflanzen und Garten nach wie vor am wenigsten online gekauft

Zu den Produktgruppen, die viele Bundesbürger "fast nie" online einkaufen, zählen neben Lebensmitteln (71 Prozent) vor allem Pflanzen und Gartenbedarf (56 Prozent). Heimwerkerbedarf haben in der Befragung zum Trendmonitor Deutschland 36 Prozent genannt. Zu einem großen Anteil "fast nie" online gekauft werden außerdem Pflege- und Kosmetikprodukte (40 Prozent) sowie Medikamente, Möbel und Deko, Uhren, Schmuck und Accessoires und Kfz- und Fahrrad-Bedarf (alle ebenfalls 36 Prozent). Übergreifend sinkt der Anteil der Verbraucher, die bestimmte Produktsegmente nicht (auch) im Internet bestellen.

Der Trendmonitor von Nordlight Research belegt, dass der Online-Handel einer der Krisengewinner in der Corona-Pandemie ist, allerdings nicht so ausgeprägt wie vielfach erwartet. Aktuell kaufen laut der Umfrage fast drei Viertel (72 Prozent) der Verbraucher mindestens einmal pro Monat online ein (Vorkrisenniveau Ende 2019: 67 Prozent), davon 22 Prozent mindestens einmal pro Woche (Vorkrisenniveau: 21 Prozent). Besonders onlineaffin beim Shoppen zeigen sich die 30-49-Jährigen, Familien mit Kindern sowie generell innovationsfreudige Verbraucher. Elf Prozent der Verbraucher geben zudem an, bestimmte Konsumgüter aktuell bewusst online einzukaufen, obwohl sie diese früher im Laden eingekauft haben, bzw. dies auch jetzt wieder tun könnten.

In der Zukunftsprojektion zeigt sich im Vergleich zum Vorkrisenniveau allerdings kein speziell kriseninduzierter Zuwachs für den Online-Handel: unverändert beabsichtigt rund jeder fünfte Verbraucher (21 Prozent; Vorkrisenniveau: 22 Prozent) zukünftig noch etwas häufiger online einzukaufen statt in klassischen Geschäften. Demgegenüber wollen 18 Prozent (Vorkrisenniveau: 16 Prozent) ihre Onlinekäufe eher reduzieren und in Zukunft wieder häufiger im stationären Einzelhandel einkaufen. Die Mehrheit der Verbraucher (54 Prozent) gibt an, aktuell weder häufiger noch seltener online einzukaufen als vor einem oder zwei Jahren.

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