Holz aus tropischen Regionen?

WWF fordert strengere Kontrollen bei Grillkohle

Im Rahmen der Studie wurden 150 Säcke mit Holzkohle und Holzkohlebriketts untersucht.Bildunterschrift anzeigen
Im Rahmen der Studie wurden 150 Säcke mit Holzkohle und Holzkohlebriketts untersucht.
13.11.2020

Laut dem World Wide Fund For Nature (WWF) trägt die Nutzung einiger Grillkohleprodukte zu massiver Regenwaldzerstörung bei. Einer aktuellen Untersuchung der Umweltschutzorganisation und des Von Thünen-Instituts zufolge enthielten 67 von 150 getesteten Produkten aus elf europäischen Ländern Holz aus subtropischen und tropischen Regionen, was einem Anteil von 46 Prozent entspricht.

Es gehe dem WWF jedoch nicht um „Tropenholz ja oder nein“, sondern darum, Ware aus Risikoländern für Raubbau und Illegalität auszuschließen. „Auch Holz aus der Ukraine landet oft auf den deutschen Grills. Dafür werden direkt vor unserer Haustür die letzten Urwälder abgeholzt. Ohne strenge Kontrollen und spürbare Strafen bekommt die Branche das Problem offensichtlich nicht in den Griff,“ so Johannes Zahnen, Holzexperte beim WWF Deutschland. Er sieht die Politik in der Pflicht, dass alle Holz- und Papierprodukte von der Europäischen Holzhandelsverordnung erfasst und kontrolliert werden.

Für die Marktanalyse wurde eine Stichprobe von 150 Säcken mit Holzkohle und Holzkohlebriketts untersucht, die unter anderem in Baumärkten gekauft wurden.

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy - Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche
Lesen Sie auch