Aufholjagd im zweiten Halbjahr

DIY-Handel in Spanien verliert 2020 nur ein Prozent Umsatz

Die spanischen Baumärkte haben ein turbulentes Jahr hinter sich: erst Ausgangssperre im Land, dann eine explodierende Nachfrage.
Die spanischen Baumärkte haben ein turbulentes Jahr hinter sich: erst Ausgangssperre im Land, dann eine explodierende Nachfrage.
01.02.2021

Der spanische DIY-Handel hat das Jahr 2020 mit einem Umsatzrückgang von 1,06 Prozent abgeschlossen. Damit wurden die Rückgänge von 9,26 Prozent im ersten und von 25,51 Prozent im zweiten Quartal im zweiten Halbjahr fast ausgeglichen: Im dritten Quartal hat die Branche 18,73 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, im vierten betrug das Plus 12,54 Prozent.

Insgesamt sind die großflächigen Baumärkte mit einem Minus von 0,94 Prozent etwas besser weggekommen als der traditionelle Handel, der 2020 einen Umsatzrückgang von 1,51 Prozent verzeichnen musste. Diese Zahlen hat der Handelsverband AECOC veröffentlicht.

Der Rückgang ist der erste seit 2012 und geht natürlich auf die Corona-Maßnahmen in Spanien zurück, wo der DIY-Handel während der Restriktionen im Frühjahr nicht als notwendig für den täglichen Bedarf eingestuft wurde. Vor diesem Hintergrund wird die Entwicklung in der Branche positiv bewertet. „Die Branche hat es geschafft, das schlimmste Jahr, an das wir uns erinnern können, mit einem Umsatz sehr nahe an dem von 2019 abzuschließen. Das unterstreicht die Resilienz und die Anpassungsfähigkeit aller Betreiber, die fähig waren, sich auf ständig ändernde Rahmenbedingungen einzustellen“, meint Alejandro Lozano, der bei AECOC für den Bereich DIY zuständig ist.

Das unterstreicht die Resilienz und die Anpassungsfähigkeit der Branche
Alejandro Lozano, AECOC

Er betont “das Wachstum der Online-Verkäufe, die der Schlüssel dafür waren, die Kunden trotz der Mobilitätseinschränkungen in einer Branche zu erreichen, die traditionell auf die persönliche Begegnung setzt”; außerdem unterstreicht er „die Anstrengungen der Händler, auf die stark gestiegene Nachfrage zu reagieren, die seit der Wiedereröffnung der Geschäfte und den Veränderungen der Konsumgewohnheiten zu verzeichnen war, die von der Pandemie ausgelöst wurden“.

Mit Blick auf 2021 meint Lozano, dass die Branche „sich auf ein weiteres Jahr einstellen muss, das von Unsicherheit sowohl bezogen auf Regulierungen als auch auf die Nachfrage geprägt ist“.

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