Ifo-Studie

Gleichstellung am Arbeitsmarkt kommt nur langsam voran

Frauen arbeiten tendenziell öfter in Teilzeit als Männer. Bildunterschrift anzeigen
Frauen arbeiten tendenziell öfter in Teilzeit als Männer. 
24.08.2021

Die Lücke in der Arbeitsmarktbeteiligung zwischen Frauen und Männern hat sich mehr als halbiert: Seit 1999 ist sie von 15,5 auf 8,7 Prozentpunkte geschrumpft. Das geht aus einer Studie der Ifo-Niederlassung Dresden hervor. Lag die Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen 1999 noch bei 67,8 Prozent, stieg sie bis 2020 auf 80,7 Prozent an. Bei den Männern wuchs sie von 83,4 Prozent auf 87,6 Prozent. Frauen arbeiten allerdings noch deutlich mehr in Teilzeit als Männer. Die sogenannte Teilzeitlücke verringerte sich nur um knapp eine Wochenarbeitsstunde. Männer arbeiteten im Jahr 2020 durchschnittlich 39,4 Stunden pro Woche, Frauen 31,8 Stunden. Im Jahr 1999 waren es noch 41,5 und 32,7 Stunden. Die Lücke schrumpfte lediglich von 8,8 auf 7,6 Stunden, so die Ifo-Autoren.

„Deutschland ist auch heute noch weit entfernt von einer Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt“, sagt Studienautorin Katharina Heisig. „Ein Grund dafür ist wohl auch, dass die Teilzeitlücke zwischen 1999 und 2005 noch größer wurde. Erst im Jahr 2013 kamen wir dann wieder auf dem Niveau von 1999 an.“ Als Ursachen für diese Unterschiede vermuten Studien die sich nur langsam verändernden Rollenbilder der Geschlechter und ein unzureichend ausgebautes Kinderbetreuungsangebot.

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