Sustainability-Studie 2021

Deutsche würden für nachhaltige Produkte mehr Geld ausgeben

Die Deutschen legen bei Einkaufen inzwischen mehr Wert auf Nachhaltigkeit als noch vor fünf Jahren. 
Die Deutschen legen bei Einkaufen inzwischen mehr Wert auf Nachhaltigkeit als noch vor fünf Jahren. 
03.11.2021

Über 30 Prozent der Deutschen sind bereit, für nachhaltige Produkte rund um das Zuhause mehr zu zahlen. Das zeigt die aktuelle Global-Sustainability-Studie der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners, die unter mehr als 10.000 Teilnehmern (darunter mehr als 1.000 in Deutschland) in 17 Ländern durchgeführt wurde. Vor allem im Bereich Konsumgüter (40 Prozent) sind die Befragten willens, einen Aufschlag für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen zu bezahlen, gefolgt von Bau und Haus, Automobil sowie Energie und Versorgung (jeweils 31 Prozent).

Im Durchschnitt ist knapp ein Drittel der Befragten in Deutschland (weltweit: 34 Prozent) bereit, mehr für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen zu zahlen. Diejenigen, die bereit sind, mehr auszugeben, würden einen durchschnittlichen Aufschlag von 18 Prozent (weltweit: 25 Prozent) akzeptieren. Mit dieser Haltung stechen in Deutschland vor allem die Jüngeren hervor.

Thema Nachhaltigkeit auch in der Branche Bau und Haus relevant

Nachhaltigkeit gilt für 58 Prozent der Studienteilnehmer als relativ bis sehr wichtiges Kaufkriterium (Verbraucher weltweit: 60 Prozent), bleibt aber hinter primären Kaufkriterien wie Preis und Qualität zurück. Laut den Studienergebnissen spielt sie bei der Kaufentscheidung vor allem in den Branchen Energie und Versorgung (75 Prozent), Bau und Haus (64 Prozent), Reisen und Tourismus (63 Prozent), Konsumgüter (62 Prozent) sowie Automobil (54 Prozent) eine Rolle. „Nachhaltigkeit wird künftig die Norm, nicht mehr die Ausnahme“, sagt Dr. Andreas von der Gathen, Co-CEO von Simon-Kucher.

74 Prozent der Befragten geben an, ihr Konsumverhalten in den vergangenen fünf Jahren leicht bis deutlich hin zu mehr Nachhaltigkeit verändert zu haben. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 63 Prozent. Das neue Nachhaltigkeitsbewusstsein erstreckt sich über alle Generationen hinweg. Die Studie zeigt allerdings, dass sich die Baby-Boomer (Jahrgänge 1946 bis 1964) und die Generation X (Jahrgänge 1965 bis 1975) mit jeweils 33 Prozent eher für nachhaltige Alternativen entscheiden als die Millenials (frühe 1980er bis späte 1990er) mit 28 Prozent.

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