GfK-Bevölkerungsstrukturdaten Deutschland 2021

Die meisten jungen Haushalte sind in Heidelberg zu finden

Wo wohnen eher die jüngeren Leute, wo die ältere Generation? Die Studienergebnisse geben einen Überblick. (Quelle: Pexels)
Wo wohnen eher die jüngeren Leute, wo die ältere Generation? Die Studienergebnisse geben einen Überblick. 
14.01.2022

Heidelberg hat die meisten jungen Haushalte. Prozentual die meisten Seniorenhaushalte gibt es im Kreis Suhl in Thüringen. Das zeigt die Studie „Bevölkerungsstrukturdaten 2021“ der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die die regionale Verteilung von Familien-, Alters-, Einkommens- und Bebauungsstrukturen in Deutschland ausweist.

Fast 23 Prozent aller Haushalte in Heidelberg haben demnach einen Hauptverdiener unter 30 Jahre alt – damit liegt die Stadt mehr als 96 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Darauf folgen die Stadtkreise Bayreuth und Regensburg, wo der Haushaltsvorstand jeweils in fast 20 Prozent aller Haushalte unter 30 Jahre alt ist. Damit liegen die Kreise mehr als 70 Prozent über dem deutschen Durchschnitt. Bayreuth kommt im Vergleich zu 2020 um 13 Ränge nach vorne auf Platz zwei, Erlangen verbessert sich um acht Ränge und belegt nun den neunten Platz. Die Top-10-Kreise sind ausschließlich Städte und liegen mindestens 58,5 Prozent über dem deutschen Bundesdurchschnitt.

„Die überdurchschnittlichen Werte sind unter anderem auf große Universitäten zurückzuführen. Den letzten Platz belegt, wie auch schon in den Vorjahren, der Landkreis Spree-Neiße, wo nur in etwas mehr als 5 Prozent aller Haushalte der Hauptverdiener unter 30 Jahre alt ist“, berichtet Alexandra Deutsch, GfK-Expertin im Bereich Geomarketing.

Seniorenhaushalte vor allem auf dem Land und im Osten

Die meisten Haushalte, in denen der Hauptverdiener 60 Jahre oder älter ist, finden sich eher in ländlichen Gebieten und vor allem im Osten. Der Landkreis Spree-Neiße befindet sich auf Platz neun der Seniorenhaushalte. Den höchsten Anteil gibt es im Stadtkreis Suhl in Thüringen, wo mehr als 48 Prozent aller Haushaltsvorstände über 60 Jahre alt sind. Damit liegt der Kreis fast 32 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Mit nur etwas mehr als 27 Prozent gibt es die wenigsten Seniorenhaushalte im Stadtkreis Heidelberg, wo es gleichzeitig auch die meisten jungen Haushalte gibt. Insgesamt weisen 271 aller 401 Kreise in Deutschland einen überdurchschnittlichen Anteil an Seniorenhaushalten auf. Ein überdurchschnittlicher Anteil junger Haushalte findet sich hingegen nur in 114 deutschen Kreisen. Junge Menschen wohnen also regional wesentlich selektiver und geballter.

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