Lieferprobleme wirkten sich weniger aus als erwartet

E-Commerce: Umsatz mit DIY-Bedarf und Blumen gestiegen

2021 wurden mehr Pflanzen und DIY-Produkte online verkauft als im Vorjahr. 
2021 wurden mehr Pflanzen und DIY-Produkte online verkauft als im Vorjahr. 
27.01.2022

Mit Produkten aus dem Bereich DIY und Blumen wurden im E-Commerce im vergangenen Jahr 3.393 Mio. Euro erwirtschaftet, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mitteilt. Im Vergleich zu 2.591 Mio. Euro im Vorjahr ist das ein Anstieg um 30,9 Prozent. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce stieg im Gesamtjahr 2021 auf 99,1 Mrd. Euro nach 83,3 Mrd. Euro im Jahr 2020. Das Wachstum zum Vorjahr beträgt 19,0 Prozent. Inklusive der digitalen Dienstleistungen, die auf 8 Mrd. Euro zurückgingen, betrug das Gesamtvolumen über 107 Mrd. Euro. Anders als befürchtet blieben Auswirkungen von Lieferkettenstörungen im E-Commerce weitgehend aus, betont der bevh.

Im Vergleich der Versender legte der Direktvertrieb von Herstellern am stärksten zu. Multichannel-Handel, also stationäre Händler, die auch im E-Commerce tätig sind, steigerten ihren Umsatz um 16,7 Prozent. Damit war ihr Wachstum nicht so stark wie das der Internet-Pure-Player mit 18,4 Prozent (2020: 9,5 Prozent). Mit einem Brutto-Umsatz von 50,5 Mrd. Euro (2020: 42,1 Mrd. Euro) machte der Kauf über Online-Marktplätze mehr als jeden zweiten Euro im E-Commerce aus.

Veränderung der Umsatzentwicklung im E-Commerce von 2020 bis 2021 mit Waren nach Segmenten (in Mio. Euro)
Veränderung der Umsatzentwicklung im E-Commerce von 2020 bis 2021 mit Waren nach Segmenten (in Mio. Euro) (Quelle: bevh)

40,9 Prozent der Befragten gaben an, öfter als einmal binnen sieben Tagen online bestellt zu haben. Das ist mehr als im Vorjahr (2020: 39,7 Prozent) und deutlich mehr als vor der Pandemie (2019: 33,2 Prozent). Käufer ab 50 Jahren sind inzwischen für mindestens die Hälfte aller Kaufakte im Internet verantwortlich. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre erhöhte sich das Umsatzvolumen des Mobile Commerce um 56,5 Prozent auf 39,9 Mrd. Euro, gut 40 Prozent des gesamten E-Commerce-Umsatzes mit Waren im Jahr 2021. Vor Jahresfrist lag der mobil generierte Umsatz noch bei 28,1 Mrd. Euro, was anteilig einem Drittel entsprach. 14- bis 29-Jährige kauften in zwei von drei Fällen über Smartphone oder Tablet ein. Social Media und Apps sind für sie nach Suchmaschinen und Onlineshops die wichtigen Informationskanäle vor dem Kauf. Seit 2017 ist allein die Relevanz von Social Media für jüngere Onlinekäufer um 350 Prozent gewachsen.

Der Verband geht davon aus, dass die Umsätze mit Waren 2022 um 12 Prozent steigen werden. E-Commerce allein mit Waren werde voraussichtlich mehr als 110 Mrd. Euro brutto umsetzen.

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