16 Prozent weniger im Jahr 2021

VdL berichtet von Rückgang bei DIY-Bautenfarben

Während die Nachfrage nach Bautenfarben im DIY-Bereich im Jahr 2020 noch enorm war, erhielt sie 2021 einen starken Dämpfer. (Quelle: Pexels)
Während die Nachfrage nach Bautenfarben im DIY-Bereich im Jahr 2020 noch enorm war, erhielt sie 2021 einen starken Dämpfer. 
16.02.2022

Wie Peter Jansen, Präsident des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) am gestrigen 15. Februar auf der virtuellen Jahreswirtschaftskonferenz berichtete, endete die Corona-Sonderkonjunktur bei den Bautenfarben im DIY-Segment im vergangenen Jahr. Der Verband meldet nämlich für 2021 einen mengenmäßigen Rückgang um 16 Prozent. Während die Verkaufsmengen der Bautenfarben insgesamt im Jahr 2020 mit einem Plus von 13 Prozent deutlich über denen der weiteren Produktgruppen lagen, lag der Wert 2021 bei Minus 10 Prozent. Für die produzierte Menge an Bautenfarben prognostiziert der Verband ein leichtes Plus von 2.000 Tonnen auf 856.000 Tonnen 2022, was noch leicht über dem Wert aus dem Vorkrisenjahr 2019 liegt. Der Umsatz im Bereich Bautenfarben wird laut VdL-Prognosen um 3 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro steigen.

Rohstoffpreise setzen deutscher Lack- und Druckfarbenindustrie zu

Aktuelle Herausforderungen der Branche sind Rekordpreise am Rohstoffmarkt, gestörte Lieferketten, Produktionsausfälle bei Pigmenten und Epoxidharzen sowie mangelnde Transportkapazitäten. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 1,59 Millionen Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft – ein Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg dagegen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 5,58 Mrd. Euro. „Die Farbenindustrie ist mit einem blauen Auge davongekommen und sieht jetzt insgesamt optimistisch nach vorne“, fasste der Verbandspräsident zusammen. „Pandemie, Inflationsgefahr und die angespannte weltpolitische Lage machen eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung schwer“, erläuterte er. 2022 erwartet der VdL, ohne wesentliche weitere Störungen, ein Wachstum in der Produktion der deutschen Farbenhersteller um rund 1 Prozent. Wertbezogen wird eine Steigerung der Inlandsnachfrage um 5 Prozent prognostiziert.

Green Deal im Fokus

Die politische Arbeit des Verbandes ist zurzeit unter anderem vom Europäischen Green Deal geprägt, erläuterte Hautgeschäftsführer Dr. Martin Kanert. Er konstatierte einen erheblichen Handlungs- und Erwartungsdruck auf Seiten der EU-Kommission. „Die Lack- und Druckfarbenindustrie ist wegen ihrer großen Vielfalt der Produkte und Formulierungen insbesondere bei der neuen Chemikalienstrategie erheblich belastet. Alle Beteiligten sollten sich hier von wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht von politischen Absichten leiten lassen“, so seine Kritik.

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