„Safety Gate Report 2025“

Noch nie so viele Warnungen der EU vor Nonfood-Produkten

Die Flut an Produkten, die über ausländische Online-Plattformen in den Markt kommen, gilt als eines der Probleme im Zusammenhang mit der Produktsicherheit in der EU.(Quelle: Pexels.com / Tima Miroshnichenko)
Die Flut an Produkten, die über ausländische Online-Plattformen in den Markt kommen, gilt als eines der Probleme im Zusammenhang mit der Produktsicherheit in der EU.
10.03.2026

Die EU-Kommission meldet im „Safety Gate Report 2025“ 4.671 Warnungen aus dem Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte. Das ist ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber 2024. Das sogenannte Safety Gate ist das europäische Schnellwarnsystem, über das Behörden gefährliche Non-Food-Produkte melden und Maßnahmen zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern koordinieren. So viele Warnmeldungen wie jetzt wurden nie zuvor seit Bestehen des Systems ausgegeben. Zu den Warnmeldungen wurden insgesamt 5.794 Folgemaßnahmen, darunter die Entfernung von Online-Angeboten, Marktrücknahmen oder Rückrufe, gemeldet.

„Das Rekordniveau bei den Warnmeldungen ist alarmierend, denn hinter jeder Warnmeldung steht ein Produkt, das nicht in die Hände von Verbraucherinnen und Verbrauchern gehört“, sagt Johannes Kröhnert, Leiter des Brüsseler Büros des TÜV-Verbands. „Umso alarmierender ist, dass Safety Gate nur die behördlich entdeckten Fälle abbildet. Die Dunkelziffer potenziell gefährlicher, nicht EU-konformer Ware liegt um ein Vielfaches höher.“

Am häufigsten betrafen die Warnmeldungen Kosmetika (36 Prozent). Mit 16 Prozent war Spielzeug die zweithäufigste Produktgruppe unter den Warnmeldungen gefolgt von elektrischen Geräten und Ausrüstung (11 Prozent). Als häufigster Auslöser werden Gesundheitsrisiken durch gefährliche Chemikalien genannt (53 Prozent), gefolgt von Verletzungsrisiken (14 Prozent) und Erstickungsgefahr (9 Prozent).

Ein wachsendes Problem ist, dass viele gefährliche Produkte über internationale Online-Plattformen verkauft werden, heißt es in einer Mitteilung des TÜV. Gerade dort können Anbieter europäische Sicherheitsanforderungen und behördliche Kontrollen leichter umgehen. Zudem können Verbraucher am Bildschirm nicht auf den ersten Blick erkennen, ob ein Spielzeug sicher ist.

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