Die Konsumstimmung der Deutschen hellt sich zu Jahresbeginn 2026 auf: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung steigen an, während die Sparneigung weitgehend stagniert. Dies zeigen die Ergebnisse der GfK Konsumklimastudie powered by NIM.
Neben einem moderaten Zuwachs der Anschaffungsneigung trage vor allem der deutliche und sprunghafte Anstieg der Einkommenserwartung zur Verbesserung des Konsumklimas bei, berichten die Konsumforscher. Ein besserer Wert der Anschaffungsneigung wurde zuletzt im März 2022 gemessen.
Für die Konsumneigung spiele auch stets das Thema Inflation eine wichtige Rolle, weiß man bei der GfK. Analysen des NIM zu den Gründen für die getrübte Anschaffungsneigung zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen hohe oder steigende Preise als wesentlichen Grund angibt. Hier habe sich zuletzt eine Entspannung abgezeichnet, da die Inflationsrate im Dezember 2025 in Deutschland auf 1,8 Prozent gesunken sei, erklärt das Institut.
„Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen. Das Niveau bleibt jedoch niedrig. Der Einkommensindikator gewinnt hinzu. Die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2026 sowie gesunkene Inflationsängste beleben offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten jedoch die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen“, merkt er an.
Mit dem zweiten Anstieg in Folge verstärkten sich die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Verbraucher nach drei Jahren Rezession und Stagnation wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehre, so die Forschenden.













