Iran-Krieg wirkt sich aus

Preiserhöhungen auch im Gartenmarkt

Viele Preise werden künftig nicht mehr auf dem aktuellen Niveau gehalten werden können. (Quelle: Dähne Verlag, Strnad)
Viele Preise werden künftig nicht mehr auf dem aktuellen Niveau gehalten werden können. 
30.04.2026

Steigende Rohstoffpreise und Engpässe in der Lieferkette bedingt durch den Krieg im Iran haben nun auch den Gartenmarkt erreicht. Hersteller von Substraten, Pflanzerden und Düngemitteln sowie Geräte- und Hartwarenhersteller sehen sich gezwungen, die Mehrkosten an den Handel und damit an den Endverbraucher weiterzugeben. 

„Viele Mitgliedsunternehmen haben in den vergangenen Monaten alles darangesetzt, lieferfähig zu bleiben und den gewohnten Service zu gewährleisten“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim Industrieverband Garten (IVG). „Doch die Entwicklung zwingt nun auch diejenigen zu Erhöhungen, die die Kostensteigerungen bisher kompensieren konnten.“ Dort, wo zugekaufte Rohmaterialien fehlten, arbeiteten die Hersteller mit Hochdruck daran, technische Alternativen und neue Lieferanten zu finden, betont der Verband. Nichtsdestotrotz bleibe die Lage angespannt.

83 Prozent der Unternehmen spüren bereits jetzt die negativen Folgen der Krise. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Am häufigsten nennen die Betriebe gestiegene Fracht- und Transportkosten (73 Prozent), gefolgt von höheren Energiezahlungen (71 Prozent) sowie steigenden Rohstoff- und Materialpreisen (58 Prozent).

Die Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel hätten auch Auswirkungen auf die Grüne Branche, so der IVG weiter, denn dadurch wachsen die Frachtkosten. Bei vielen Kontrakten mit Speditionen gebe es einen sogenannten „Dieselfloater“, bei dem steigende Dieselkosten automatisch zu höheren Frachtkosten führen.

Durch die erhöhten Erdgaspreise sehen sich insbesondere energieintensive Betriebe wie Keramikproduzenten oder Düngemittelhersteller vor Herausforderungen. Zudem erhöht sich der Preisdruck bei Düngern, weil Störungen von Produktion und Transport im Nahen Osten das global verfügbare Angebot verknappen. Die Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten und Rohstoffen führen zu steigenden Preisen unter anderem bei Aluminium und Kunststoffen. Davon betroffen sind vor allem die Hersteller von Hartwaren und Gartengeräten.

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