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Garten Messen

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1999, Nr. 10, S. 90 Garten Messen EuroMessetalk Der Garten als Alternative zum Beruf? Nach Horst Opaschowskis Analyse wird die Gartenarbeit künftig die drittwichtigste Tätigkeit im Leben    “Neue Impulse, neue Werte, neue Märkte" war das Thema des EuroMesse-Talk. Die Veranstaltung der Industrievereinigung Gartenbedarf e. V. (IVG) gehört ebenso wie der sich anschließende Branchentreff inzwischen zum festen Bestandteil der Gafa. In diesem Jahr erhofften sich mehr als 400 Aussteller und Besucher als Gäste des EuroMesse-Talks eine wichtige Ergänzung zur Produktpräsentation auf der Messe.    Bereits in den einleitenden Worten erläuterte IVG-Präsident H.-R. Müller (Gardena), daß der Markt für Gartenbedarf “...keine Insel der Glückseligkeit mehr ist". Das zurückliegende Jahr sei von Stagnation und Preisverfall gekennzeichnet gewesen. Deshalb müsse sich “der Freizeitmarkt Garten" künftig stärker gegenüber anderen Freizeitanbietern behaupten.       Freizeitanalytiker Prof. Horst Opaschowski: “Die Menschen werden aktiv - auch ohne Bezahlung."    Als Gastredner des Abends war der renommierte Hamburger Freizeitanalytiker Prof. Dr. Horst W. Opaschowski eingeladen. Er berichtete in seinem Festvortrag über die Veränderungen im Freizeitverhalten und damit auch im Gartenmarkt. Seine Ausführungen basierten auf den Ergebnissen einer Marktstudie zur Zukunft von Arbeit, Freizeit und Konsum, mit der die IVG das Freizeit-Forschungsinstitut von British American Tobacco (BAT) beauftragt hatte.    Nach Opaschowskis Analysen geht der heutigen Arbeitsgesellschaft die bezahlte Arbeit aus. Der wachsende Anteil der Nichterwerbstätigen liegt bereits heute bei 59 Prozent der Bevölkerung. Als Alternative zum Job suchen sich diese Menschen neue Lebensinhalte in Familienarbeit (66 Prozent), Gartenarbeit und Lernarbeit (beide 52 Prozent), Sport und Heimwerken. In Bezug auf Garten konkretisierte Opaschowski: “Gartenarbeit ist für viele Hobbygärtner körperliche und mentale Arbeit, die hohe Motivation voraussetzt." Fast jeder zweite Hobbygärtner (46 Prozent) legt seinen Garten bewußt als Blickfang und Prestigefaktor an. Die knappe Mehrheit hingegen nutzt den Garten als Ruheoase zum Genießen.    Opaschowskis Zukunftsszenario wurde von den Besuchern des Messetalks mit geteiltem Echo aufgenommen. Teilweise waren die Schilderungen und Prognosen recht stark verallge- meinert. Außerdem fiel eine deutliche Gewichtung der Aussagen über die mittleren und älteren Generationen auf, deren…
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