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Der deutsche DIY-Markt bis 2005

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1999, Nr. 3, S. 78 Handel Trend Der deutsche DIY-Markt bis 2005 Auch in den nächsten Jahren bleibt Heimwerken ein wichtiges Freizeitelement Angesichts von Umsatzrückgängen und Gewinneinbußen stellt sich im DIY-Markt die Frage, ob es sich gegenwärtig nur um eine konjunkturelle Krise handelt, oder ob dieser lange Zeit so erfolgsverwöhnte Markt die Grenzen seines Wachstums erreicht hat. Das Münchner Institut für Freizeitwirtschaft zeigt in seiner jüngsten Studie die Entwicklungen auf, die das Geschehen im DIY-Markt in den nächsten Jahren bis 2005 bestimmen werden. Damit erhält die DIY-Wirtschaft fundierte Zahlen und Empfehlungen als Entscheidungsbasis für die Strategien der kommenden Jahre. Sparsamkeit und Motivation sind die zugkräftigsten Motive für das Heimwerken.   Finanzielle Vorteile sind nicht allein entscheidend Durch das Auseinanderdriften der Einkommen wird in Zukunft die finanzielle Notwendigkeit für Eigenleistung auch dann zunehmen, wenn die Handwerkerkosten nicht mehr in gleichem Maße steigen sollten. Gleichzeitig wird es eine wachsende Zahl von Haushalten mit überdurchschnittlich hohem Einkommen geben, bei denen der finanzielle Zwang zur Eigenleistung vergleichsweise gering ist. Grundsätzlich begründen immer mehr Heimwerker die Eigenarbeit unter anderem damit, daß Handwerker zu lange auf sich warten lassen und viele kleinere Arbeiten gar nicht übernahmen. Durch die schwache Baukonjunktur der letzten Jahre ist zwar der Privatkunde für Handwerker wieder interessanter geworden; die langjährige Vernachlässigung dieser Kundengruppe hat sich aber gerächt. Inzwischen sind die Erfahrung und das Know-how mit vielen handwerklichen Arbeiten gewachsen, so daß heute rund zwei Drittel der Heimwerker überzeugt sind, besser, sorgfältiger und engagierter zu arbeiten als ein Handwerker. Diese Einstellung verschlechtert - über den finanziellen Aspekt hinaus - die Konkurrenzsituation für den Handwerker und verweist ihn auf eine Rolle für den “Notfall". Dieses zunehmende Selbstbewußtsein der Heimwerker koppelt die Entscheidung für oder gegen die Eigenleistung in gewisser Weise von der rein ökonomischen Rationalität ab.   Emotionale Anreize Noch deutlicher wird diese Tendenz schließlich dort, wo es um rein emotionale Motivation geht. Eine Reihe von Faktoren haben das Heimwerken zu einem Hobby werden lassen, das Spaß macht und die Möglichkeit bietet, stolz auf die eigene Leistung zu sein. Eine Rolle spielt hier vor allem das wachsende…
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