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Dr. Jürgen Schrader

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jubiläums-special, S. 64 Dr. Jürgen Schrader Holzhandel im neuen Jahrzehnt Vielfach wird die Meinung vertreten, der Handel stehe vor einem radikalen Umbruch. Das ist so nicht richtig, denn der Handel steht bereits mitten in diesem Umbruch drin    Es ist nicht nur der Handel, der Umbruch findet statt in der Industrie, bei Banken und Versicherungen. Es ist die Folge der Globalisierung, der größeren Märkte, der größeren Effizienz durch die größere Zahl. Der Umbruch im Handel trifft nicht nur den Fachhandel. Auf der Jahrestagung des Bundesverbandes der Heimwerker- und Baumärkte e.V. (BHB) wurde kürzlich berichtet, dass in den letzten Jahren 15 Baumarktketten verschwunden seien. Für die Zukunft gäbe es wohl nur noch sieben oder acht Global Player in Deutschland.      Vom Rohstoffhandel zum Produktehandel    Durch die weitere industrielle Entwicklung wird die Vorfertigung weiter um sich greifen, auch deshalb, weil das Bauwesen immer "intelligentere", d.h. rationell am Bau einsetzbare Produkte verlangt. Der Trend der Vergangenheit, dass sich der Holzhandel vom Rohstoffhandel weg hin zum Holzproduktehandel entwickelt, wird anhalten. Ist unter diesen Umständen "Holzhandel" noch der richtige Begriff? Identifiziert Otto Normalverbraucher Elemente wie Parkett oder Gartenmöbel mit der Branchenbezeichnung "Holzhandel?" Schon so mancher Holzhändler hat nach einem neuen Gattungsnamen gesucht und nur eine schwere Geburt hervorgebracht, wie z.B. "Bauen und Wohnen mit Holz". Der starke Umbruch derzeit gibt der Suche nach einem neuen Na-men neue Aktualität. Ist es der "Holzelementehandel" ­ ist hier Traditionelles mit Modernem verbunden?      Erträge wieder stärken    Die seit 1995 rückläufige Baukonjunktur hat zu rückläufigen Erträgen in der baunahen Holzwirtschaft geführt. Ausdruck dafür sind die teilweise um die    Hälfte gefallenen Aktienkurse der börsennotierten Industrie, sei es Pfleiderer, Westag & Getalit, Weru, Bien-Haus, Kampa-Haus, letztendlich auch Glunz. Auch der Holzhandel verzeichnet seitdem rückläufige Erträge. Aber laut Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung an    der Kölner Universität sind selbst im schlimmsten Rezessionsjahr 1998 noch eine Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals und eine kalkulatorische Miete für selbstgenutzte Immobilien erzielt worden, also steuerlich gesehen immer noch ein Gewinn. Dieselbe Situation war aber auch in den Baurezessionsjahren Ende der 60er Jahre und anfangs der 80er Jahre gegeben…
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