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Hellweg leistet Überzeugungsarbeit: Quellensicherung durch Transponder

Inventurdifferenzen belasten Handelserträge. Allein durch Ladendiebstähle verliert der Einzelhandel pro Jahr rund zehn Milliarden Mark. Eine auch unter den Baumarktbetreibern heftig diskutierte Gegenmaßnahme ist die Installation sogenannter Elektronischer Artikelsicherungssystem (EAS-Systeme). Hellweg setzt hier auf die Transponder-Technologie und will nun vor allem die Hersteller davon überzeugen. Denn die müssen mitmachen, soll die so genannte Quellensicherung wirtschaftlich funktionieren.
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EAS-Systeme arbeiten auf der Basis selbstklebender Etiketten, die an den diebstahlgefährdeten Produkten – optimalerweise unsichtbar – angebracht sind. Diese Etiketten werden beim Kassieren entschärft, so dass sie in den Schleusensystemen am Ausgang keinen Alarm auslösen.
Im Zusammenhang mit dem Thema EAS wurde bereits vor mehreren Jahren das Konzept der Quellensicherung erdacht. Hier zunächst die Industrie gefragt: Die Markenhersteller sollen die EAS-Etiketten bereits im Produktionsprozess automatisch in die Verpackung oder in das Produkt integrieren.
Der Vorteil für den Handel liegt auf der Hand: Die heute noch manuelle Applikation der Etiketten im Handel ist aufwendig und kostenintensiv. Hellweg „hat dieses Konzept von Anfang an unterstützt, da es den manuellen Auszeichnungsaufwand erheblich reduziert und weitaus kostengünstiger als die derzeitige Handhabung ist“, hieß es bei einem gut besuchten Workshop, den der Baumarktbetreiber im Sommer ausgerichtet hat.
Bislang kaum umgesetzt
Zunächst aber ist Überzeugungsarbeit bei der Industrie zu leisten. Die Umsetzung der Quellensicherung durch die Markenhersteller ist jedoch aus mehreren Gründe bis heute nur in einigen wenigen Fällen erfolgt: Zunächst kann der Hersteller das Etikett nicht auch für seine eigenen Zwecke nutzen, da es keine Möglichkeit bietet, beispielsweise logistisch relevante Informationen zu speichern Darüber hinaus erschwert die Vielfalt der heute verfügbaren, untereinander nicht kompatiblen EAS-Technologien die Umsetzung erheblich.
Allein bei einer Umsetzung der Quellensicherung mit nur einer EAS-Technologie ergibt sich für den Hersteller de facto eine Artikelvervielfachung – der ehemals nur ungesichert verfügbare Artikel wird nun auch in der gesicherten Varianten hergestellt. Das führt oftmals zu einer Erhöhung der erforderlichen Lagerkapazitäten und zu einer Veränderung der Fertigungslosgrößen. Mehrkosten sind die Folgen, die sich noch weiter erhöhen, wenn der Produzent nicht nur mit einer Technologie, sondern mit mehreren parallel die Quellensicherung umsetzen soll.--nextpage--
Wirtschaftlicher Nutzen durch vielfältige Funktionen
Wie also muss ein Etikett für die Quellensicherung beschaffen sein, das einerseits die Anforderungen des Einzelhandels an die Warensicherung erfüllt und das andererseits dem Hersteller einen wirtschaftlichen Nutzen bietet? Die Transpondertechnologie löst diese Aufgabe.
So bieten Transponder in der Ausführung als kostengünstige, selbstklebende Etiketten heute einerseits…
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