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Handel: I&M - Keine Spur von Endzeitstimmung

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2001, Nr. 7-8, S. 26 Handel I&M Keine Spur von Endzeitstimmung Trotz schlechter Zahlen und trüber Aussichten gaben sich die I&M-Gesellschafter in Magdeburg betont gut gelaunt. Mit neuen Programmen und Aktionen will man das Tal der Umsatz- und Ertragstränen verlassen Was erwartet man, wenn man eine Gesellschafterversammlung besucht, auf der mit großer Wahrscheinlichkeit keine berauschenden Umsatz- und Renditezahlen verkündet werden, wo man von Umsatzrückgängen in einzelnen Sortimenten von bis zu 40 Prozent berichtet und es mit dem traditionellen Standbein des Unternehmens, den Baustoffen, weiterhin bergab geht? Tristesse, Melancholie, Wut? Bei der I&M-Gesellschafterversammlung in Magdeburg am 7. und 8. Juni dieses Jahres war davon wenig zu spüren. Es wurde heftig diskutiert, es wurden auch Schuldzuweisungen in Richtung großer Politik ausgesprochen, Trauerarbeit wurde aber wenig geleistet. Die Krise empfinden manche Gesellschafter auch als Chance zu einer Flurbereinigung in den eigenen Reihen. Noch einige wenige Monate mit schlechten Umsatzzahlen, so munkelte mancher, und einige "faule Äpfel" würden vom I&M-Baum fallen. Und fast bedauernd wurde so mancherorts registriert, dass die Tendenz, was Umsatz und Rendite betrifft, in letzter Zeit wieder nach oben zeigt. 214 Gesellschafter waren in Magdeburg vertreten. Ignoranz der Politik Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Lühmann wurde nicht müde, die I&M-Fahne trotzig in den Wind zu halten. Und er prangerte die seiner Meinung nach Schuldigen heftig an: "Die Ignoranz der Politik gegenüber den Sorgen einer Schlüsselbranche ist unglaublich. Wir brauchen neue Bau-Impulse, speziell auch im Eigenheimbau, wie Erhöhung des Bau-Kindergeldes und der Baufördermittel sowie Reduzierung von Grund- und Grunderwerbsteuern." Doch angesichts der aktuellen schwierigen Phase hätte er sich ebenfalls eine höhere Anwesenheitsrate der Gesellschafter in Magdeburg gewünscht: 214 waren in der sächsisch-anhaltinischen Landeshauptstadt vertreten. Die Politik, so Lühmann weiter, orientiere sich nicht mehr an den Bedürfnissen der Mehrheiten, sie übersehe die große Zahl der mittleren und kleinen Unternehmen, obwohl diese mit weitem Abstand den größten Teil der Arbeits- und Ausbildungsplätze stellten. Er forderte: "Wir Mittelständler müssen uns unserer Bedeutung und Macht stärker bewusst werden." I&M-Geschäftsführer Helmut Bechtold vermeldete den anwesenden Gesellschaftern für das abgelaufene Ge-schäftsjahr…
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