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Die Zukunft bleibt spannend

Die Internationalisierung des DIY-Marktes – eine spannende Geschichte mit offenem Ausgang

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John W. Herbert
Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB), Bonn
Nach fast 30 Jahren dynamischen Wachstums ist die DIY-Branche in ihren bisher wichtigsten Ländern wie USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und den Benelux-Ländern mit weitgehend gesättigten Märkten konfrontiert. In diesen Ländern können die Baumarkt-Unternehmen nur noch mit erweiterten Sortimenten und neuen Konzepten Zuwachsraten erzielen. Die Expansion ins Ausland eröffnet ihnen neue Möglichkeiten, vom prosperierenden DIY-Markt in anderen Ländern zu profitieren.
Bis Mitte der 90er Jahre war der DIY-Markt die „Sonnenschein-Branche“ schlechthin; geprägt von starken Wachstumsraten, nahezu ungezügelter Expansion und guten Margen. Die Baumarkt-Unternehmen haben sehr gut verdient. In Deutschland trug der Mauerfall zu einer beispiellosen Sonderkonjunktur bei. Bis 1994 konzentrierten sich die deutschen Baumarkt-Unternehmen vorrangig auf die Expansion in den neuen Bundesländern und sehr schnell konnte an den wichtigsten Standorten von „Overstoring“ gesprochen werden. Danach kehrte sich die Expansionsrichtung wieder gen Westen bzw. verstärkt ins Ausland. Heute hat Deutschland doppelt so viel Baumarkt-Verkaufsfläche pro Einwohner wie Großbritannien und 70 Prozent mehr als Frankreich. Auch wenn das baumarktrelevante Ausgabevolumen der Deutschen um 10 bis 20 Prozent höher ist als bei ihren Nachbarn, liegt die Flächenproduktivität um 20 bis 50 Prozent unter dem Niveau französischer und britischer Baumärkte. Die Profitabilität ist in Deutschland ebenfalls niedriger – kein Wunder, dass deutsche Baumarkt-Unternehmen so stark im Ausland investieren.
Auf Grund der im Verhältnis zu Nordamerika verhältnismäßig kleinen und nur noch gering wachsenden Märkte in den europäischen Ländern zieht es fast alle der größeren europäischen Baumarkt-Unternehmen ins Ausland.
Ende 2001 sind nicht weniger als 29 europäische Baumarkt-Unternehmen international aktiv; sie betreiben insgesamt 727 Märkte, davon 697 in Europa. 215 dieser Märkte liegen in den ehemaligen Ostblockländern. Allein in Polen betreiben sieben Unternehmen 102 Märkte. Ebenfalls sieben Unternehmen sind in Tschechien aktiv (60 Märkte). Vier Unternehmen haben sich mit derzeit 40 Märkten in Ungarn engagiert.
Mit einem Anteil von gut 50 Prozent ist Nordamerika weltweit mit Abstand der größte Markt. Der amerikanische Marktführer Home Depot ist mit einem Umsatz in 2002 von über 60 Mrd. US-$ allein…
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