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Selbstbehauptung im Baumarktwunderland

Über die Entwicklung von Baumax im Wettbewerbsumfeld gerade auch gegen deutsche Wettbewerber schreibt der Vorstandsvorsitzende von Baumax, Martin Essl

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Martin Essl
Vorstandsvorsitzender der Baumax AG, Klosterneuburg, Österreich
Österreich hat in den vergangenen Jahren eine Entwicklung im Einzelhandel erlebt, die zu völlig neuen Voraussetzungen geführt hat. Gerade bei den Baumärkten hat der Verdrängungswettbewerb deutliche Spuren hinterlassen. Aggressive Expansionsstrategien führten in Österreich zur höchsten Baumarktdichte und den niedrigsten Preisen in Europa.
Begonnen hat alles mit dem österreichischen Beitritt zur Europäischen Union. Damals drängten internationale Baumarktkonzerne wie BayWa, Hagebau, Hellweg, Hornbach, OBI und Praktiker nach Österreich. Die Folge war eine Flächenverdoppelung und ein Rückgang der Einkaufspreise um über 25 Prozent. Baumax hat auf diese Situation mit Umsicht und Konsequenz reagiert. So ist es uns gelungen, im Jahr des EU-Beitritts mit Büttinghaus den viertgrößten Anbieter Österreichs zu übernehmen und damit unseren Kunden ein noch dichteres Filialnetz zu bieten. In den vergangenen Jahren konnte Baumax seinen Marktanteil auf über 26 Prozent ausbauen.
Die Prognosen traten nicht ein
Bis zum heutigen Tag ist nichts von dem eingetreten, was uns die deutschen Wettbewerber prophezeit haben, nämlich unsere Marktführerschaft abgeben zu müssen und von ausländischen Konzernen übernommen zu werden. Das sage ich nicht ganz ohne Stolz auf die Leistungen des Baumax-Teams, das jeden Tag aufs Neue mit Freude und Leidenschaft dafür arbeitet, unseren Kunden stets die beste Leistung anzubieten. Mit 72 Märkten in Österreich und einem derzeitigen Umsatz von 530 Mio. € bleiben wir unangefochtener Marktführer in unserer Heimat.
Der konsequente Ausbau von Standorten nach Zentraleuropa hat zu einer deutlichen Stärkung der Baumax Gruppe geführt. Mit über 50 Standorten und einem Umsatzanteil von über 40 Prozent wurden wir zum Marktführer in fünf Nachbarländern.
Schwierige Rahmenbedingungen haben uns stets zu neuen Wegen angespornt. Ich sehe einen gesunden Wettbewerb durchaus positiv, denn davon profitiert letztlich der Kunde.
Ständige Initiativen sind ein Muss
Baumax hat immer wieder gemeinsam mit seinen Mitarbeitern die Initiative ergriffen und Neuausrichtungen vorgenommen, um Kundenbedürfnisse rascher zu erkennen und neue Kundengruppen besser anzusprechen:
Mit der Errichtung der neuen Mega-Baumax-Märkte haben wir ein Großflächenkonzept entwickelt, mit dem wir unseren Kunden ein noch umfangreicheres Sortiment und noch mehr Serviceleistungen, speziell in großen Städten, anbieten können.
Die Entwicklung der…
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