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„Übernahmen gefährden die Unternehmenskultur“

Wolfgang Werner, Sprecher des Vorstandes von Praktiker, zur Expansion im Ausland, zur Notwendigkeit eines einheitlichen Auftritts sowie zum Handel als Marke

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diy: Herr Werner, Praktiker kann vor allem Dingen im Ausland gute Zahlen vermelden. Welche Pläne verfolgen Sie dort?
Wolfgang Werner: Tatsächlich sind die Renditezahlen unserer Auslandsmärkte besser als die der deutschen. Doch das geht wohl auch vielen unserer Wettbewerber so. Eine dynamische DIY-Entwicklung findet augenblicklich mehr im Ausland statt. Deshalb werden auch wir gerade in Griechenland, Polen und Ungarn unsere Expansion fortsetzen und insgesamt die marktführende Position von Praktiker in Süd- und Osteuropa weiter ausbauen. In jedem Jahr wollen wir ein bis zwei neue Länder besetzen. So wurde ja gerade unser erster Markt in der rumänischen Hauptstadt Bukarest eröffnet. In Griechenland, wo wir mit sieben Märkten Marktführer sind, eröffnen wir zwei neue Märkte in Athen und Saloniki; in den Olympischen Spielen sehen wir einen exzellenten Modernisierungsauslöser auch für den privaten Bereich. In Ungarn können zu den bestehenden 13 Märkten noch ein bis zwei hinzukommen; in Polen können wir eine tolle Entwicklung vorweisen, hier sind wir die Nummer Drei. Wir planen hier zusätzlich zu unseren 16 Baumärkten vor allem neue Standorte in Ballungszentren. In der Türkei hat jüngst der siebte Markt in Konya auf gemacht. In Luxemburg planen wir einen vierten Markt. Am kritischsten sieht es in Österreich aus, wo wir mit sechs Märkten vertreten sind. Hier findet eigentlich nur noch eine Wettbewerbsverdrängung statt.
In diesem Jahr wird der Auslandsanteil unserer Auslandsbaumärkte am Konzernumsatz wohl 22 Prozent erreichen. Diese Zahl soll mittelfristig auf 25 Prozent steigen. In jedem Land wollen wir die sogenannte „kritische Größe“ erreichen und streben die Marktführerschaft an oder wollen doch zumindest unter den ersten Drei sein.
Wolfgang Werner
Sprecher des Vorstandes der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG, Kirkel
diy: Je mehr Auslandsmärkte Sie besetzen, desto diversifizierter wird Praktiker auch in Hinsicht auf Unternehmenskultur, Marktauftritt etc. Ein Problem für Sie?
Werner:  Da müssen wir zuerst einmal auf die Qualität des internationalen Managements achten, denn die Herausforderungen im Ausland sind ganz andere als in Deutschland. Wir arbeiten darüber hinaus in jedem Land mit einem eigenen Einkaufsbereich. Wir fördern und fordern Eigenverantwortlichkeit vor Ort. Wir können Praktiker nicht einfach Eins zu Eins nach Istanbul verschieben. Wir müssen übergreifende Erkennungsmerkmale kommunizieren. Gleich, ob in einem Markt in Rumänien, in Ungarn oder in der…
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