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Online-Baumärkte mit Mängeln

Die Deutsche Post World Net legte eine E-Commerce-Studie vor. Fazit: Im digitalen Baumarkt gibt es einiges aufzuholen

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Von den befragten Shoppern des Produktbereichs Bau- und Gartenmarktartikel wurden bislang Garten- und Heimwerkerartikel (60,6 Prozent) sowie Werkzeuge (38,4 Prozent) am häufigsten online bestellt. Autozubehör sowie Farben und Lacke folgen auf den Plätzen.
Gut sechs von zehn DIY-Internetkäufern erkundigen sich vor dem Kauf offline, nur knapp vier von zehn online. Nur drei Prozent führen dann den eigentlichen Kauf auch eher online, also im Internet, durch. Die überwältigende Mehrheit, nämlich acht von zehn, kauft dagegen eher offline. Jeder sechste gibt an, gleichermaßen online wie offline zu kaufen. Das Einkaufen über das Internet sei, so die Studie, "für diese Zielgruppe noch nicht bequem und effizient genug möglich".
Verbrauchersites sind interessante Informationsquellen für sechs von zehn Online-Käufern von Baumarktartikeln. Gut die Hälfte bedient sich bei Shopping-Portalen. Beide stellen unabhängige Bewertungen zur Verfügung, die in diesem Produktbereich von großem Interesse sind. Je rund 40 Prozent informieren sich bei Online-Shops von Online-Anbietern und bei Websites von Herstellern, nur jeweils rund 30 Prozent in Online-Fachzeitschriften und bei Meinungsportalen.
Sehr stark gekennzeichnet wird die Kaufmotivation bei DIY-Produkten durch funktionale Aspekte. Dies wird deutlich durch den relativ geringen Anteil der Käufer, die ihre Käufe in diesem Bereich aus Spaß am Online-Shopping tätigen (44 Prozent) oder die Suche nach passenden Produkten als spannend empfinden (27,3 Prozent). Überhaupt sind sämtliche Motivationen im Bereich Baumarktartikel, verglichen mit der Gesamtheit aller Shopper, eher unterdurchschnittlich bewertet. Sie liegen in allen Bereichen (Convenience, Produktpalette, persönliche Gründe) unter dem Durchschnitt aller Branchen.
Die Anforderungen, die von Online-Käufern in dieser Produktkategorie an Online-Shops gestellt werden, entsprechen dagegen weitgehend den Anforderungen an die Gesamtheit aller Online-Shops. Stärker gewünscht als sonst werden die Möglichkeiten einer Garantieverlängerung (48 Prozent = Indexwert 118 von allen; 100 = Schnitt) sowie des Zahlens per Handy (14,3 Prozent = Indexwert 122). Weniger Wert wird dagegen auf Zusatzservices wie Download-Bereich, Geschenkservice sowie auf ein ansprechendes Design gelegt.
Überrepräsentiert sind beim DIY-Online-Shoppen einerseits Nichtberufstätige, andererseits auch leitende Angestellte und Beamte. Das spiegelt sich auch beim Monatseinkommen der Nutzer wider: Stark sind die Bereiche…
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