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An den Grenzen des virtuellen Raumes

Die Online-Shops der Baumarktbetreiber haben von den Usern einen Dämpfer bekommen. Während die Umsätze der Online-Shops im B-to-c-Geschäft wohl weiter zweistellig wachsen werden, zeichnet sich im DIY-Handel recht früh eine Sättigung ab

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Seit Beginn der 80er Jahre investiert der Einzelhandel verstärkt in technische Systeme zur Optimierung seiner internen Abläufe, zur Kommunikation mit Marktpartnern und zur Förderung des Absatzes. Electronic-Data-Interchange (EDI), Warenwirtschaftssysteme (WWS) und Efficient-Consumer-Response (ECR) lauten einige der Schlagworte, die für die Rationalisierungsstrategien des Handels stehen. Mit dem Siegeszug des Internet sind Online-Marketing, Customer-Relationship-Management und nicht zuletzt das Online-Shopping hinzugekommen.
Auch die Betreiber von Bau- und Heimwerkermärkten haben das Netz für sich entdeckt. Nach einer Umfrage des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) nutzen vier von fünf Betrieben des Bau- und Heimwerkerhandels das Internet für geschäftliche Zwecke. Die Branche liegt damit bei der Online-Nutzung über dem Durchschnitt des Einzelhandels insgesamt. Besonders häufig wird das Medium zum Datenaustausch (79 Prozent der Betriebe), für Bankgeschäfte (55 Prozent) und zur Warenbeschaffung (57 Prozent) eingesetzt.
Internetnutzung im Einzelhandel insgesamt nach Zwecken
2000
2001
2002
Datenaustausch, E-Mail
67
73
71
Warenbeschaffung
34
64
60
Bankgeschäfte
54
54
59
Warenpräsentation (Internetseite)
41
48
50
Recherche
63
48
44
Werbung
27
31
30
Verkauf von Waren
18
25
29
Kundenservice
16
16
16
Angaben in Prozent der Betriebe mit Internetzugang (Mehrfachnennungen möglich)
Beim Online-Verkauf rangiert der DIY-Handel eher im vorderen Bereich hinter den klassischen E-Shopping-Sortimenten Bücher, Spielwaren und elektronische Erzeugnisse. Die Umsatzentwicklung war in den Jahren 2000 und 2001 überaus positiv. Von niedrigem Niveau aus erzielte die Branche enorme Umsatzsteigerungen.
Online-Händler (B2C/B2B) nach Branchen
Beschaffung
Verkauf
Bücher
53
68
Papier, Büro, Schreibwaren
76
54
Foto
59
48
Spielwaren
88
44
Uhren, Schmuck
71
35
Elektr. Erzeugnisse
62
34
Warenhaus
53
32
Bau- und Heimwerkerbedarf
57
32
Möbel
52
26
Lebensmittel
47
23
HH-Waren, Glas/ Porzellan/ Keramik
59
20
Bekleidung, Schuhe
60
18
Jeweils Prozent der Betriebe
Im zurückliegenden Jahr hat sie jedoch einen deutlichen Dämpfer von den Usern bekommen. Lediglich 14 Prozent der befragten Betriebe konnten im ersten Halbjahr 2002 noch Umsatzzuwächse über ihre Online-Shopping-Aktivitäten erzielen, 17 Prozent mussten Rückgänge hinnehmen, 69 Prozent berichten von stagnierenden Erlösen. Auch für das gesamte Geschäftsjahr waren die Erwartungen verhalten. Die Unternehmen rechneten insgesamt mit Umsätzen auf Vorjahresniveau.
Vergleich DIY-Handel und Einzelhandel insgesamt…
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