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Farbenabteilung als zentrale Anlaufstation

Immer mehr Anteile entreißt die Handelsmarke den klassischen Anbietern. Doch Alpina zeigt sich davon unberührt. diy sprach mit Geschäftsführer Bernd Lehman über die Zukunft der Marke

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„Nicht vom eigenen strategischen Pfad abbringen lassen:“ Bernd Lehmann, Geschäftsführer Alpina.
diy: Herr Lehmann, die Marke als solche gerät immer stärker unter Druck durch billigere Handelsmarken. Wie gehen Sie damit um?
Bernd Lehmann: Wir haben in der Vergangenheit kontinuierlich Millionen für unseren Markenaufbau investiert und werden dies auch weiterhin tun. Wir haben eine ausgezeichnete Produktqualität und sind insbesondere auf die hohe Wiederkaufrate, die wir durch Untersuchungen erneut ermittelt haben, wirklich stolz. Außerdem ergänzen und erneuern wir unser Sortiment regelmäßig durch echte Innovationen. Und drittens ist das Markenbewusstsein in Bezug auf Alpina inzwischen bei den Endverbrauchern so ausgeprägt, dass wir sagen können, wenn man an Farbe denkt, denkt man an Alpina.
diy: Und dennoch geht der Anteil der Marken zu Gunsten der Handelsmarken zurück...
Lehmann: Die Handelsmarken haben unter anderem durch die Berichterstattung in verschiedenen Test-Zeitschriften einen Schub bekommen. Dennoch haben wir im vergangenen Jahr mit Alpina ein positives Ergebnis erzielt und das gegen den allgemeinen Trend. Unter Druck geraten eher Hersteller, die keine konsequente Unternehmensphilosophie und kein klares langfristiges Marketingkonzept haben.
diy: Rechnen Sie damit, dass der Trend Richtung Handelsmarke weiter anhalten wird?
Lehmann: Ich denke, dass wir langfristig in abgeschwächter Form Verhältnisse bekommen werden wie in Frankreich und Großbritannien. Doch die Handelsmarke wird dabei ihre Anteile in erster Linie auf Kosten der B- oder C-Marke steigern können. Die A-Marke wird ihre Position stabilisieren bzw. noch weiter ausbauen können.
diy: Welche Markenpolitik betreiben Sie in Europa?
Lehmann: Das CI ist europaweit überall gleich. Unser Leaderprodukt Alpinaweiß nehmen wir mit in das jeweilige Land. Darüber hinaus erstellen wir aber in Bezug auf Produkte, Technik und Preis jeweils länderspezifische Konzepte für Alpina.
diy: Welche Zukunft sehen Sie für Mischanlagen in den Bau- und Heimwerkermärkten?
Lehmann: In Großbritannien ist es heute schon so, dass wir in den großen Märkten bis zu vier Mischanlagen finden. Und dieser Trend wird sich auch in Deutschland durchsetzen. Das heißt konkret: Ich rechne mit einem rapiden Anstieg der Mischanlagen in den deutschen Bau- und Heimwerkermärkten. Das bedeutet auch, dass die Farbenabteilung die zentrale Anlaufstation in einem Markt werden kann. Auch die Farbigkeit ganz allgemein wird dadurch einen Schub bekommen, ohne…
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