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Interview: Karl-Heinz Kröger üter die Zukunftsperspektiven des Mittelstandes

Karl-Heinz Kröger über Zukunftsperspektiven für den Mittelstand

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diy: Herr Kröger, Sie haben sich nach Ihrem Weggang von Toom Baumarkt als Unternehmensberater der Opticonsult angeschlossen. Weshalb haben Sie sich für diesen Verbund selbständiger Berater entschieden?
Karl-Heinz Kröger: Unsere Branche befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Jahrelang haben wir im Handel und bei den Lieferanten Überkapazitäten aufgebaut und dabei die individuellen Wünsche der Kunden „übersehen“. Mit viel Power haben die „Großen“ ihre Konzepte durchgesetzt, die „Kleinen“ an den Rand gedrückt und beim Kunden nur „Preisgeilheit“ erreicht. Die Zukunftsperspektiven für den Mittelstand sind nicht rosig. Die Banken legen neue Maßstäbe bei Krediten an. Brauchbare Konzepte für den Mittelstand sind Mangelware. Franchisesysteme und Kooperationen stoßen dabei an ihre Grenzen, weil die Zeit und das Geld fehlen. Aus eigener Erfahrung glaube ich aber, dass viele Unternehmer mit der richtigen Unterstützung gute Chancen im heutigen Wettbewerb und auch in Zukunft haben.
Um diese Unterstützung qualifiziert anbieten zu können, habe ich Gleichgesinnte gesucht und die Opticonsult gefunden: einen Verbund von ca. 50 selbständigen Beratungsunternehmen, der in Form einer Netzwerkstruktur am Markt positioniert ist. Die Berater kommen aus vielen Branchen und sind ehemalige Geschäftsführer und Führungskräfte mit Managementerfahrung und speziellem Branchenwissen.
Für Karl-Heinz Kröger ist Individualität in der Beratung ein Muss.
diy: Sie wollen ja Theorielastigkeit und „Überberatung“ vermeiden. Nur schöne Vorsätze oder realistischer Anspruch?
Kröger: Das Opticonsult-Leitbild lautet: „Beraten - Konzipieren - Umsetzen“. Unsere Wirtschaft, insbesondere der Handel, beschäftigt sich mit Strategien und immer neuen Konzepten. Leider kommt davon bei den Kunden wenig an. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Bewertungen im Kundenbarometer schlechter werden, obwohl viele Unternehmen hohen Aufwand für die Kundenzufriedenheit treiben?
Meine Kollegen und ich kommen nicht frisch von der Universität, sondern haben langjährige Praxiserfahrung. Natürlich können wir auch schöne Konzepte schreiben, aber unser Schwerpunkt ist die „Umsetzung“. Wir binden uns aktiv in den Prozess ein und sprechen erst dann von Erfolg, wenn die Kunden zufrieden sind und der Fortschritt in Zahlen messbar ist.
diy: In der Branche spricht jeder von „speziell auf den Kunden zugeschnittenen Beratungspaketen“.
Kröger: Handel ist ein lokales Geschäft. Der Markt in Frankfurt ist anders als in Amberg…
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