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Wer einen Internetanschluss hat, schaut vor wichtigen Kaufentscheidungen erst einmal im Internet nach – unerwartet häufig auf den Seiten der Hersteller. Und die Suche ist nicht vergebens, sagen die meisten User

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Dem Internet kommt eine hohe Bedeutung beim Kaufentscheidungsprozess der Verbraucher zu. Das legt eine aktuelle Studie des auf Internet-Nutzungsdaten spezialisierten Marktforschungsunternehmens Nielsen/Net-Ratings nahe. Denn 94 Prozent der Haushalte geben darin an, das Internet für den Kaufprozess zu nutzen. Für 81 Prozent der Nutzer ist der Preisvergleich am wichtigsten, gefolgt von der Suche nach Produktinformationen oder Testberichten (68 Prozent) und der Suche nach dem richtigen Händler (62 Prozent). Vier von fünf Befragte bestätigen, dass die Suche nicht vergebens ist und sie die gesuchten Produkt- und Preisinformationen problemlos finden.
Auch für die Suchstrategien haben sich die Marktforscher interessiert. Wichtigster Anlaufpunkt ist für 79 Prozent der Verbraucher eine Suchmaschine, gefolgt von Webseiten der Markenanbieter und Hersteller (55 Prozent). An dritter Stelle stehen die Internet Auktionshäuser wie beispielsweise Ebay mit 45 Prozent.
„Dass Suchmaschinen und Auktionshäuser eine hohe Bedeutung haben würden, war uns schon vor der Studie bekannt, dass aber der Besuch der Webseite des Markenartiklers so wichtig ist, dürfte unter anderem für das Produktmarketing und den Handel interessant sein“, meint Milan Dolinar, Head of Custom Panel, International bei Nielsen/Net-Ratings.
Dass das Netz den Kaufentscheidungsprozess beschleunigt, davon sind 46 Prozent der Befragten überzeugt. Für 26 Prozent ändert sich nicht, 14 Prozent können es noch nicht richtig einschätzen. Nur 12 Prozent sehen im Netz eine Verlängerung des Prozesses.
Kaum enttäuschte Online-Shopper
Von den 89 Prozent der Internethaushalte, die schon online gekauft haben, wurden nur rund 1,5 Prozent wirklich enttäuscht. Dass trotzdem nicht mehr Produkte und Dienstleistungen online gekauft werden, hat unterschiedliche Gründe. Am häufigsten werden Zweifel am Datenschutz vorgebracht. 44 Prozent der Befragten haben nach wie vor Bedenken, ihre persönlichen Daten in ein fremdes System einzugeben. Und 15 Prozent empfinden die Onlineshops noch als „zu kompliziert“.
„Zum Kaufen ins ganz normale Geschäft“
Daneben gibt es die Internetnutzer, die an gewohnten Verhaltensweisen festhalten und im Netz primär das Informationsmedium und nicht den Vertriebsweg sehen. Fast ein Drittel (32 Prozent) stimmten der Aussage zu, dass man „gewöhnlich nur nach Informationen sucht, aber zum Kaufen in ein ganz normales Geschäft geht“.
„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig das Internet für die Markenartikler und den Handel…
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