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Die Vereinigung der Wenigen

In Frankfurt fand die erste gemeinsame Gesellschafterversammlung von I&M und Interbaustoff statt. Das Gesellschafterinteresse ließ aber zu wünschen übrig
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Intensive Gespräche auf dem Podium: Dr. Guido Roedig, Thomas Rüppel und Klaus Lühmann (v.l.).
Das war sie also, die erste gemeinsame Gesellschafterversammlung. Obwohl: Eigentlich waren es noch zwei, die am Freitag, den 11. Juni, im Congress Center der Messe Frankfurt über die Bühne gingen. Denn schließlich mussten die jeweiligen Gesellschafter ja noch einmal getrennt über die Geschäftsberichte beider Unternehmen aus dem Jahre 2003 sowie über die Entlastung der beiden Geschäftsführungen und der Aufsichtsräte abstimmen.
Nun, dies wurde wie üblich routiniert über die Bühne gebracht. Ein Wermutstropfen war jedoch die überraschend geringe Beteiligung vor allen Dingen der (ehemaligen) I&M- Gesellschafter an der Versammlung. Um die einhundert hatten nur den Weg in die quirlige Messestadt am Main gefunden. Insgesamt lag die Anzahl der erschienenen I&M- und Interbaustoff-Gesellschafter zusammen genommen etwa in der Höhe von I&M-Gesellschafterversammlungen in guten Besuchszeiten: Von den erwarteten 750 bis 800 Gästen fanden rund 450 den Weg zu der Veranstaltung. Geschickt war, den Interbaustoff-Gesellschaftern die Boni-Schecks in Frankfurt zu übergeben, denn das stärkte die Präsenz.
Den schlechten Besuch beklagte auch I&M-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Lühmann. Er forderte die Gesellschafter auf, sich von alten Denkmustern zu trennen, um den Gruppengedanken zu stärken: „Unser Bündnis hört auf, nur ein Zweckbündnis zu sein, wenn wir es mit einem neuen Geist, mit Sinn und Zweck füllen“, rief Lühmann den Besuchern zu. Ein Appell, weil dem in der neuen I&M Interbaustoff noch nicht so ist?
Geschäftsführer Dr. Guido Roedig bezeichnete die zusammengeführte Nachfragemacht der beiden Kooperationen als „angemessene Reaktion auf die gegenwärtigen Entwicklungen“. Und in Richtung eigene Branche konstatierte er: „Mit dem Slogan ‘Weiter so, Baufachhandel!’ werden wir die anstehenden Probleme nicht lösen können.“
Generell zeigten sich die Geschäftsführungen beider Unternehmen zufrieden mit dem Stand der Zusammenführung der Kooperationen bis zum 1. Juli 2004. Für Reinhold Metzger stand fest, dass man weitere Einkaufsvorteile nur über eine starke Geschlossenheit erreichen werde. Aber: neue Ertrags-Chancen lägen zukünftig weniger im Einkauf als in der Vermarktung. Und er war sich sicher, dass im Einzelhandel kleine und mittlere Flächen den Kundenansprüchen besser gerecht würden als die Großfläche.
Bekannt gegeben wurden auf der Gesellschafterversammlung auch die Zahlen…
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