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Rollende Werbung

Bisher galt sie als zu teuer und nicht nur deshalb als eher unattraktiv: Werbung auf LKW-Planen. Doch mit einem neuen System, ist Trans-Marketing überzeugt, lässt sich diese Werbefläche gewinnbringend für alle Beteiligten erschließen

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Großformatige Werbung am Fahrbahnrand ist vom Gesetzgeber verboten. Da liegt es nahe, die LKW-Aufbauten als Werbefläche zu nutzen. Dem standen jedoch bisher zu hohe Kosten entgegen. Denn die traditionelle LKW-Werbung, das heißt Lackierung oder Beklebung der Fahrzeuge, ist teuer und deshalb selten aktuell. Doch durch ein neuartiges Wechselsystem hat es das Landauer Unternehmen Trans-Marketing nun geschafft, diese Form der Werbung deutlich attraktiver zu machen. „Binnen Minuten kann jetzt die 77 Quadratmeter große Werbefläche eines LKW mit einer digital gedruckten Werbeplane bespannt werden“, erklärt Firmengründer Fritz Grünewalt.
Praktiker setzt bei der Werbung auch auf LKWs.
Den Grundstein für den flexiblen Einsatz legt ein Rahmensystem für schnell einspannbare Werbeplanen. Das neue, TÜV-zertifizierte System ermöglicht es, die Heck- und Seitenflächen eines LKW mit aktueller Werbung zu bespannen. In dem mobilen Gesamtwerbekonzept, das von dem Unternehmen „Roll-Ad“ (Rolling Advertising) getauft wurde, agiert Trans-Marketing als Mittler und Dienstleister. Bundesweit arbeitet die Firma mit unabhängigen Speditionen zusammen, setzt Kampagnen um und gewährleistet die optische Qualität der Werbeträger. „Die einmaligen Produktionskosten liegen bei nur rund einem Fünftel im Vergleich zu herkömmlicher LKW-Werbung durch Beklebung.“
Unter anderem hat das Unternehmen bereits Konzepte umgesetzt für Türen und Fahrrad-Computer, ein Internet-Portal und Dachziegel sowie vor Kurzem für Praktiker. Hier wurde gezielt die 20 Prozent-Aktion der Metro-Tochter auf die Straße gebracht. 100 LKW wurden dazu mit 45 m² großen Werbeplanen bespannt. „Im werbearmen Umfeld Autobahn ist dieser Kampagne ein Maximum an Aufmerksamkeit im Verkehr und Gegenverkehr sicher“, ist Grünewalt überzeugt. Die Aktion wurde als Ergänzung zu den Praktiker-Aktionen in Hörfunk und TV konzipiert.
Auch ein Hagebaumotiv war mit von der Partie, als es darum ging, erstmals den Rhino-Award im Rahmen eines Kreativwettbewerbs zu vergeben.
Die Idee zur wechselbaren LKW-Werbung hatte Firmengründer Fritz Grünewalt bei einer langen Autofahrt. Bis das Konzept jedoch fertig und in Zusammenarbeit mit der Textilbau GmbH aus Alsenz eine ausgereifte Technik entwickelt war, brauchte es einige Anstrengungen. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde das Konzept auf der Marktingmesse im Sommer 2003 in München. Dass Grünewalt tatsächlich die Bedürfnisse des Marktes getroffen hat, zeigt auch, dass er bereits drei Innovationspreise…
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