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Zu wenig Emotion

Auch beim Segment Küchen rücken die Bedürfnisse der Senioren stärker in den Blickpunkt. Doch insgesamt, beklagt eine Studie der Unternehmensberatung Titze, mangelt es der Branche an emotionalisierten Konzepten am PoS

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Niemals zuvor hat sich die deutsche Küchenlandschaft so schnell und gravierend verändert wie in den vergangenen fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie der Unternehmensberatung Titze. Nachfolgeprobleme, Konkurse und Handelszusammenschlüsse verringern die Anzahl der Marktteilnehmer kontinuierlich. Doch die Chancen, urteilt Winfried Titze, stehen trotzdem nicht schlecht. Er sieht die Küchenbranche im Aufwind. „Das gilt nicht mehr nur für den Export, sondern auch für den Inlandsmarkt.“ Allerdings fordert er von allen Vertriebslinien mehr Emotionalität und Beratungsqualität als bisher.
Strukturen des Marktes
Zunächst wird in der Studie ein analytischer Blick auf die Küchenstruktur in Deutschland geworfen. Danach sind 38 Prozent der Küchen größer als zehn m². Dabei geht der Trend zu offen zum Wohnbereich hin angelegten Küchen. Dieser werde sich, so die Studie, noch weiter verstärken. Die Modernisierungszyklen sind dabei relativ lang. Denn rund die Hälfte der Küchen sind entsprechend der Ergebnisse der Erhebungen älter als 15 Jahre. Möglicherweise auch deshalb, weil sich 61 Prozent der Verbraucher eine zeitlose Küche wünschen und ihre Anschaffungen entsprechend darauf ausrichten. 41 Prozent der Deutschen besitzen eine maßgeplante Einbauküche.  Auch eine unterschiedliche Nutzung bei Jung und Alt hat die Studie festgestellt. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Aufmerksamkeit für die Senioren ein wichtiger Punkt, den es bei der Konzeption der Angebote zu berücksichtigen gilt. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Studie in den kommenden Jahren eine zunehmende Relevanz der Barrierefreiheit auch in der Küche. „Gerade ältere Kunden ab 50 Jahre legen großen Wert auf eine leicht zu reinigende Oberfläche“, nennt Titze ein Beispiel. Bei jüngeren Zielgruppen (bis 29 Jahre) sei dagegen das Design das wichtigere Kriterium. Die größte Anschaffungsneigung glaubt die Studie in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zu erkennen, der angestrebte preisliche Rahmen liege überwiegend zwischen 3.000 und 10.000 €.
Die Anbieterstruktur
Insgesamt ermittelte die Studie 441 Anbieter von Produkten rund um die Küche. Der Anteil der ausländischen Produzenten liegt bei 46 Prozent. Der Konzentrationsprozess schreitet weiter fort; Großkonzerne spielen eine immer wichtigere Rolle. Die zwanzig größten Hersteller von Küchenprodukten repräsentieren laut der Studie derzeit einen Anteil von mehr als 77 Prozent an der Inlandsmarktversorgung. Die größten zehn Hersteller…
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