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Die Trends werden immer internationaler

Mit Dario und Dr. Frederik Rasch übernimmt derzeit die vierte Generation das Ruder bei dem Tapetenhersteller Rasch in Bramche. Trotz eines von Überkapazitäten geprägten Marktes sieht man auch in Zukunft gute Chancen für weiteres Wachstum

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diy: Bei Tapeten, insbesondere bei Vlies, stand der Preis in den vergangenen Jahren deutlich unter Druck. Rechnen Sie mit weiter fallenden Preisen?
Dario Rasch: Nein, es kann kaum noch weiter nach unten gehen. Auch deshalb, weil sich wesentliche Rohstoffe deutlich verteuert haben. Insbesondere für Deutschland rechnen wir deshalb eher mit steigenden Endverbraucherpreisen.
diy: Sie bauen derzeit eine Produktion auf in Polen, in der Nähe von Stettin. Was ist der Grund für die Verlagerung?
Dr. Frederik Rasch: Wir werden in Polen, der Produktionsstart ist für Herbst dieses Jahres vorgesehen, ausschließlich Papiertapeten herstellen. Gerade in diesem Segment ist es jedoch besonders schwierig mit auskömmlichen Margen zu arbeiten. Da wir aber auf jeden Fall Vollsortimenter bleiben wollen, haben wir uns für diesen Schritt entschieden.
diy: Werden weitere Verlagerungen folgen?
Dr. Frederik Rasch: Nein. Wir werden in Polen ausschließlich Papiertapeten herstellen, und zwar für alle Märkte, die wir bedienen. Der Vertrieb erfolgt nach wie vor über Bramsche.
diy: Der Markt für Tapeten war auch 2005 leicht rückläufig. Wie beurteilen sie die künftige Marktentwicklung?
Dario Rasch: Wir rechnen damit, dass der Markt mittelfristig wieder leicht zulegen wird. Unter anderem hat das auch etwas mit den sich verändernden Trends bei den Produkten selbst zu tun. Farbe ist wieder gefragt und die Verbraucher greifen wieder verstärkt zu Mustern. Dadurch werden sich auch die Tapezierzyklen, die bisher bei durchschnittlich acht Jahren liegen, auf fünf bis sechs Jahre verkürzen.
Dr. Frederik Rasch: Zudem ist der Konsolidierungsprozess, der in den vergangenen Jahren in unserer Branche stattgefunden hat, noch nicht abgeschlossen. Wir rechnen in Europa mit weiteren Marktbereinigungen und dadurch verbesserten Chancen insbesondere auf den internationalen Märkten.
diy: Welche Rolle spielen Eigenmarken bei Ihnen?
Dario Rasch: Natürlich steht bei uns der Name Rasch als Marke im Vordergrund. Aber wir orientieren uns zunächst an den Wünschen und Anforderungen unserer Kunden. Eigenmarken bieten wir deshalb genauso an, wie integrierte Konzepte.
diy: Wie wird man als Hersteller, der immerhin rund 60 Prozent der Produktion exportiert, den unterschiedlichen Ansprüchen und Geschmäckern der einzelnen Länder gerecht?
Dario Rasch: Zum einen stellen wir fest, dass sich der Geschmack der Verbraucher in den unterschiedlichen Ländern tendenziell angleicht. Das heißt, die Trends werden immer internationaler. Das stellen wir…
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