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Wenig Sentimentalität in Elbflorenz

Auf der diesjährigen Gesellschafterversammlung gab sich I&M Interbaustoff einen neuen Namen und wählte neue Aufsichtsräte

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Nein, für Sentimentalität war in Dresden auf der Gesellschafterversammlung von I&M Interbaustoff wenig Platz. Dabei hätte man schon etwas melancholisch werden können; aus zwei Gründen, die beide mit dem Begriff „Transformation“ zu tun haben. Dabei geht es um Personen und um Namen.
Zuerst zu den Personen: Die Spitze der Kooperation wird seit Ende des vergangenen Jahres immer mehr mit neuen Leuten besetzt. Ulrich Wolf wurde zum 1. Januar 2006 Nachfolger von Dr. Guido Roedig, Jörg Hoffmann folgte auf Helmut Bechtold. Zwei Persönlichkeiten, die über Jahre für Interbaustoff, I&M und die fusionierte Kooperation prägend waren (und mit Bechtold zumindest teilweise noch sind). In Dresden wurde Mitte Juni 2006 dann auch der Aufsichtsrat neu bestimmt. Dieser wurde auf insgesamt acht Mitglieder verkleinert (für jeden Bezirk ein Mitglied). Dabei, so wurde am Rande deutlich, war es im Nominierungsvorfeld zu einigen Scharmützeln gekommen, wer für welchen Bezirk und weshalb in den neu zu bildenden Aufsichtsrat rücken sollte. Auch bei kleineren Gefechten kann es Opfer geben. Die „alte“ Aufsichtsrats-Doppelspitze von I&M Interbaustoff mit Thomas Rüppel und Klaus Lühmann verabschiedete sich auf jeden Fall und machte „neuen“ Kräften Platz. Gut, bei den acht neu gewählten Aufsichtsräten sind im eigentlichen Sinne nur zwei wirklich neu (Boy Meesenburg und Wilm Kemper). Neu ist aber auf jeden Fall Harald Rieth, der den Bezirk Bayern vertritt, an der Spitze des Aufsichtsrates, neu ist auch sein Stellvertreter Dieter Kömpf (Bezirk Süd).
Jetzt zu den Namen: „Der Name ist das Wichtigste im Leben“, meinte in Dresden der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Lühmann. Nun, mit einem neuen Namen nach der Fusion hat sich die I&M Interbaustoff auf jeden Fall viel Zeit gelassen. Vielleicht hat man die Bedeutung dieser Angelegenheit einfach unterschätzt oder man wollte Journalisten mit dem Wortungetüm „I&M Interbaustoff“ einfach nur etwas quälen. Die Entscheidung der Mitglieder für den Vorschlag fiel auf jeden Fall eindeutig aus: Mit nur 24 Enthaltungen stimmten die Anwesenden für den Vorschlag „Eurobaustoff“ als neues Wort-Bild-Logo der Kooperation. Hauptgeschäftsführer Ulrich Wolf dazu: „Der neue Namen und das Logo vermitteln Größe, aber keine Dominanz.“ Man merkt, Großmannssucht ist die Sache der umbenannten Kooperation immer noch nicht. Mit dem Blau des Logos erinnert der neue Namen etwas an die Farben der Deutschen Bank, mit den vier Quadraten unter dem Schriftzug…
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