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Neues Rhythmusgefühl

Bei ihrem zweiten Soloauftritt hat die Spoga Besucher- und Ausstellerzahlen gesteigert. Nichtsdestotrotz kam auch die jährliche Gafa wieder zur Sprache.
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Download: Neues Rhythmusgefühl (PDF-Datei) Am Ende gab es wieder zufriedene Mienen bei den Verantwortlichen der Kölnmesse und einen Schlussbericht, der Leistungssteigerungen in allen Disziplinen vermeldet: „Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr belegte Quadratmeter“, heißt es da zum Verlauf der Spoga 2007 Anfang September in Köln. Dabei bezieht sich das „Mehr“ natürlich auf den Vergleich zu 2005, als die Spoga zum ersten Mal ohne die Gafa abgehalten wurde. Jetzt also der zweite Soloauftritt der Fachmesse für Sport, Camping und Lifestyle im Garten. Der Ausfall der eigentlichen Gartenmesse Gafa alle zwei Jahre schmerzt verständlicherweise die Kölnmesse und mit ihr nicht unerhebliche Teile der Branche. Dennoch wird es als eher unerwartet gewertet, dass das Thema wieder so offensiv angegangen wurde. Erst hatte Kölnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt auf der Vorabpressekonferenz Ende Mai ausführlich dazu Stellung genommen und von einem „starken Wunsch“ in diese Richtung bei vielen Unternehmen berichtet. Jetzt wird er im Schlussbericht mit der Aussage zitiert: „Der Ruf der beteiligten Gafa-Aussteller und deren Händler nach der Rückkehr zum Jahresrhythmus wird lauter.“ So wünschenswert das aus Sicht vieler in der Branche ist – wirklich daran zu glauben scheint derzeit niemand, zumal sich möglicherweise abzeichnet, was bei der Ankündigung des neuen Messerhythmus’ vorhergesagt wurde: Auch die jährliche Spoga könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. In diesem Jahr jedenfalls wurden große Namen aus der Gartenmöbelszene – Kettler (wie vom Unternehmen selbst ja von Anfang an angekündigt) oder auch die Designmarken Fischer und Rausch – vermisst. Und es wurden Besucher aus dem Ausland vermisst. Mehr als ein Aussteller hat zwar reges allgemeines Interesse an seinen Messeneuheiten registriert, jedoch vergeblich auf Kunden aus Übersee gewartet. Das mögen Einzelstimmen oder vielleicht sogar Zufälligkeiten sein. Es könnten aber auch erste Vorzeichen für eine Entwicklung sein, an deren Ende der Verlust der internationalen Vorrangstellung dieser Veranstaltung jedenfalls in den Gafa-freien Jahren stehen könnte – sicherlich nicht nur aus Sicht der Kölnmesse eine gefährliche Perspektive. Die Branche kann das eigentlich nicht wollen. Zwei Beobachtungen seien in diesem Zusammenhang noch am Rande erwähnt: Auch das Dauerthema Termin wurde häufiger als sonst angesprochen. Vielleicht liegt es daran, dass die Messe Frankfurt mit der Zusammenlegung der bislang allerdings schwierig…
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