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Mit spirituellem Mehrwert

Auf dem 5. Internationalen BHB-Gartenfachmarktkongress holte sich die grüne Branche Erbauung und Zuversicht.
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Es war eine Veranstaltung so recht nach der Art, wie man sie derzeit brauchen kann: Ordentliche Teilnehmerzahlen (etwas mehr als 200, davon ein Viertel aus dem Handel), jede Menge Beschwörungsformeln der Potenziale des grünen Marktes und gleich zu Beginn ein Mutmacher-Statement von BHB-Geschäftsführer John W. Herbert. Die Gartensortiment in den Baumärkten haben im April um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt. Die Baumärkte insgesamt lagen in den ersten vier Monaten um 1,9 Prozent über dem Vergleichswert 2008. „Das Jahr hat hervorragend angefangen“, sagte Herbert. Der 5. Internationale BHB-Gartenfachmarktkongress bot von Anfang an Erbauung und Zuversicht statt Krisengerede und Jammern. Positives Denken war angesagt in Potsdam. Da war etwa der Ausblick auf die Märkte des 21. Jahrhunderts, den der Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz mit seinem Begriff vom „spirituellen Mehrwert“ eines Produktes tat. Für die grüne Branche sieht er beste Chancen, denn „Freude ist der spirituelle Mehrwert des Gartens“. Und das stimme ihn „unendlich optimistisch“. Mit Zahlen unterlegt hat Dr. Horst Brandenburg von den BBE Retail Experts diesen Optimismus bereits in seinem Eröffnungsreferat. Für 2009 erwartet er ein Wachstum des Marktvolumens in Höhe von einem Prozent, in den Jahren bis 2013 werden es, so die Prognose, jährlich mehr als ein Prozent sein. Ebenfalls aus der Sicht des Marktforschers stellte Oliver Schmitz von GfK Living unter der Überschrift „Alt – jung – oder?!“ die Frage nach den Zielgruppen. So wurden 2008 rund 39 Prozent der Gartenausgaben von Kunden über 60 getätigt. Generell, meinte Schmitz, sei im Gartenmarkt „ein frühzeitiges Erziehen der Zielgruppen nicht so wichtig“ – in das Thema Garten wachsen viele automatisch hinein. Auch auf den Einfluss der Wirtschaftskrise ging Schmitz ein. Nach seinen Daten ist der Gartenmarkt „unterproportional gefährdet“, denn hier wird immerhin ein Drittel des Umsatzes mit den Bevölkerungsgruppen gemacht, die sich als kaum betroffen oder gar krisenresistent einschätzen. Überlegungen grundsätzlicher und – zur hellen Freude des Publikums– nicht selten kabarettistischer Art zur Markenführung stellt Klaus-Dieter Koch von der Agentur Brand-Trust an. „Entdecken Sie sich selbst wieder“, rief er die Zuhörer auf, „und das, was Sie wirklich können.“ Also: Nicht an der Farbe des Logos herumdoktern oder einen neuen Slogan dichten lassen, sondern „Marke als Managementsystem“ und…
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