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Die Zukunft leuchtet

Philips hat das Lumiblade Creative Lab für OLED-Beleuchtungstechnologie eröffnet. Erste Produkte für den Massenmarkt sind in Vorbereitung.
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Philips hat in Aachen innerhalb seiner ehemaligen Bildröhrenfabrik das Lumiblade Creative Lab eröffnet. Ziel dieses Kreativlabors ist es, Fachleute mit unterschiedlichsten kreativen Hintergründen zusammenzubringen, um das große Potenzial der OLED-Technologie (organische Leuchtdioden) zu erschließen. Für Leuchtenhersteller, Lichtdesigner, Entwickler, Kreative und andere Technologiepartner entstand damit ein Zentrum für den Gedankenaustausch und die gemeinsame Arbeit an konkreten Projekten. „Das Lumiblade Creative Lab will kein abstraktes Konzept sein, sondern eine echte Werkstatt, in der Experten aus den Bereichen Beleuchtung, Elektronik und Materialien zusammenarbeiten, um Designer bei der Anwendungsentwicklung für OLED-basierte Produkte zu unterstützen“, sagt Kristin Knappstein, Leiterin Business Creation Philips Lumiblade. So könnten Projekte über die Designstufe hinaus zu Prototypen entwickelt werden oder sogar in Kleinserie gehen, so Knappstein weiter. Das Kreativlabor bietet neben Räumen, in denen die bisherigen Entwicklungen ausgestellt werden, auch Werkstätten, eine Materialbibliothek und einen Loungebereich für Forumsgespräche. OLEDs erzeugen ihr Licht in einer Fläche, mit der sich eine sehr gleichmäßige Grundbeleuchtung erzeugen lässt. Im Gegensatz dazu zählen LEDs und Glühlampen zu den punktförmigen Lichtquellen, die sich gut zur Akzentbeleuchtung von Räumen, Gegenständen oder Bildern eignen. Dadurch stehen OLEDs und LEDs auch nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich. Weil OLEDs sehr flach sind, eignen sie sich besonders dazu, in Flächen – beispielsweise in Möbel – integriert zu werden. „In Zukunft wird auch die Beleuchtung großer Flächen wie Fensterscheiben oder ganzer Wandflächen möglich sein“, so Knappstein. „Auch flexible OLEDs sind Teil unserer Zukunftsvision: Decken, Tapeten oder Vorhänge, die farbig schimmern, Glaswände, die beim Betätigen eines Schalters aufleuchten oder Fenster, die nach Einbruch der Dunkelheit ein subtiles Licht erzeugen.“ Eines der häufig genannten Beispiele aber ist die Integration von transparenten OLEDs in Glas zum Einsatz in Fenstern und Glastrennwänden, die dann zwischen transparent und leuchtend geschaltet sowie in allen Dimmstufen dazwischen geregelt werden können. Auch eine ganz neuartige Art von Raumbeleuchtung ist vorstellbar, in der das Licht nicht wie gewohnt aus Lichtpunkten in der Decke kommt, sondern seitlich von großflächigen Lichtelementen in den Raum abgestrahlt wird oder die in die…
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