diy plus

Gutes Jahr, schlechtes Jahr

In Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der Markt für Elektro-Gartengeräte 2009 zugelegt. Europaweit sah es dagegen nicht so gut aus.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Der europäische Markt für Garten-Elektrowerkzeuge ist im vergangenen Jahr um neun Prozent geschrumpft. Die verkauften Stückzahlen sind um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Diese Zahlen hat Bosch veröffentlicht. „Für die Gartenbranche war es kein leichtes Jahr“, sagte Stefan Hartung, Vorsitzender des Bereichsvorstandes Power Tools, auf einer Pressekonferenz. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der Markt 2009 dagegen zugelegt. Das Volumen ist um rund sechs Prozent gewachsen bei einer Steigerung der Stückzahlen um ein Prozent, wird unter Verweis auf die GfK gemeldet. Bezogen auf diese Region lautet die Beurteilung von Detlev Biehl, Leiter Verkauf Europa Mitte im Geschäftsbereich Power Tools von Bosch, also: „2009 war ein gutes Jahr.“ In den ersten sechs Monaten 2010 hat der Rückgang jedoch auch diese Region erfasst. Die Branche hat neun Prozent weniger Garten-Elektrowerkzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze haben dabei lediglich um zwei Prozent nachgegeben. Ungeachtet der Wirtschaftskrise, so Biehls Analyse, hält im Garten der Trend zu hochwertigen Markenprodukten an. So ist 2009 der Durchschnittspreis der verkauften Elektro-Gartengeräte auf 104,68 € und damit über die 100-Euro-Marke gestiegen. „Wer im Garten Zeit verbringt, ist bereit, Geld auszugeben“, sagt Biehl. Und dieses Geld gibt der Hobbygärtner zunehmend lieber für Akku-Geräte aus. Deren Anteil am Gesamtmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist von 2004 bis 2009 von acht auf 21 Prozent gestiegen. Bei Bosch machte ihr Anteil 2009 in dieser Region 44 Prozent und damit 20 Mal mehr als im Jahr 2004 aus. Bei Akku-Rasenmähern ist diese Spreizung im Feld der Anbieter noch deutlicher: Ihr Marktanteil ist insgesamt von drei auf zehn Prozent gestiegen. Davon sind zuletzt 59 Prozent auf Bosch entfallen. Oder das Beispiel der Strauchschere „Isio“: Seit der Einführung 2007 hat sich das Marktvolumen dieser Geräteklasse mehr als verdoppelt. Ihr „Erfinder“ Bosch hat 2009 einen Marktanteil von 43 Prozent erreicht. Mittlerweile basieren rund 80 Prozent der verkauften Strauchscheren auf dem Prinzip dieses Gerätes. Zum zweiten Mal in Folge ist der „Isio“ laut GfK das wertmäßig erfolgreichste Produkt im deutschen Markt. Auf den bislang gewohnten Wachstumspfad wird der Markt allerdings auch im Jahr eins nach der Krise noch nicht einschwenken. In den ersten sechs Monaten 2010 ist das europäische Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch