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Digitale Tapetenwelt

Völlig neue Möglichkeiten der Wandgestaltung eröffnet die digitale Druck-technik. Was damit alles machbar ist, zeigte Marburg in Frankfurt auf der Heimtextil.
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Was unterscheidet Digitaldruck von der Fototapete? Welche Möglichkeiten zur hochwertigen Gestaltung von Räumen bietet die noch relativ neue digitale Drucktechnologie? Diese Fragen hat Marburg auf der Heimtextil mit seiner Kollektion "Colour & Life" beantwortet. Dabei werden zehn völlig unterschiedliche Themenwelten präsentiert. Die fünfzig raumhohen Bilder sind bis zu vier Meter breit und verbinden sich mit den passend dazu ausgewählten konventionellen Unitapeten. Geboten werden neben floralen Motiven und künstlerischen Sujets auch urbane Szenen und Graffiti. Dazu kommen Postkarten- und Reisemotive, Landhausthemen und für Kinder das Thema "Abenteuer im Weltraum". Den Wünschen der Kinder will Marburg auch mit der Kollektion "Manekin" entgegenkommen. Neben dem Digitaldruck und einem dekorativen Hauptmuster umfasst diese auch ein klein gemustertes Motiv, Streifen und eine schmale Bordüre. Die unterschiedlichen Produkte wurden auch altersgerecht gestaltet. So gibt es für die Kleinsten Produkte mit Elefanten, Schmetterlingen oder Bärentatzen. Für Sechsjährige wurden Motive mit Sonne, Mond und Sterne entworfen, und für Jungen jeden Alters gibt es Fußballmotive. Romantische Mädchen finden Pferdemotive in Flieder, Rosa und Milchkaffee. Um den Handelspartnern aktuelle Trends bieten zu können, arbeitet Marburg mit einer Vielzahl namhafter Designer zusammen, darunter Ulf Moritz, Karim Rashid, Zaha Hadid und Luigi Colani. Colanis erste Marburg-Kollektion aus dem Jahr 2007 stand ganz im Zeichen des Wassers. Auch Colanis aktuelle Kreation "Tsavo" greift Naturthemen auf und widmet sich den roten Elefanten Kenias, die im Tsavo-Nationalpark beheimatet sind. Ihre rote Farbe bekommen sie von dem eisenoxidhaltigen Sand des Tsavo, mit dem sie sich vor Sonne und Insekten schützen. Ebenfalls auf der Heimtextil präsentiert wurden von Marburg "gecrushte" Wandbeläge. Ursprünglich konnte diese Form der Wandbeläge nur in Handarbeit gefertigt werden. Doch inzwischen lassen sich diese auch industriell herstellen. Die neue Falztechnik verbindet eine großzügige horizontale Faltung mit kleinen Knitterfältchen, die in regelmäßigen Abständen von etwa 20 cm auftauchen. Dazu gibt es - im Japan-Look - drei Digitaldrucke mit dem japanischen Koi, die als Set oder als Einzelbahn dekoriert werden können. "Die neue Struktur wirkt zunächst matt, sie ist aber durch Metallpigmente zart akzentuiert", so Geschäftsführer Dieter Buhmann. Neu, so Buhmann weiter, ist auch ein rustikaler Knittereffekt…
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