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Gedruckte Individualität

Der Digitaldruck bei Wandbelägen richtet sich derzeit noch an die Profis. Doch es ist absehbar, dass auch die Heimwerker von der neuen Technologie profitieren werden.
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Die Vision ist, dass in jedem Markt ein Drucker steht, wo sich jeder nach Wunsch seine Tapetenbahnen ausdrucken lassen kann, so ähnlich, wie das heute bereits an den Farbmischstationen Realität ist. Im Moment ist dies zwar noch Zukunftsmusik. Doch nicht nur im Bereich Wandbeläge spielt das Thema Digitaldruck derzeit eine bestimmende Rolle. Auch Erfurt hat sich mit dem Thema beschäftigt und stellte auf der Farbe in München entsprechende Konzepte vor, beispielsweise die Digitalvlies Tapete. Neu daran ist weder das Trägermaterial, die bewährte Vliesfaserqualität, noch die Technik des Motivauftrags, sondern die Kombination beider Elemente. Die Auswahl der Motive ist dabei unbegrenzt. Hilfen bieten beispielsweise Online-Bildagenturen. Aber auch private Motive lassen sich verarbeiten, allerdings müssen dafür Mindestanforderungen an Auflösung bzw. Bildgröße erfüllt sein. Derzeit richtet sich dieses Angebot noch vorwiegend an Malerbetriebe, Innenarchitekten oder Messebauer. Doch schreitet die technische Entwicklung weiter fort, wird dieser Service auch in absehbarer Zeit den Heimwerkern im Markt zur Verfügung stehen. Bereits jetzt lassen sich auf Bestellung individuelle Wünsche per Digitaldruck an die Wand bringen. Auf der Fachmesse für visuelle Kommunikation Viscom 2009 wurde die Erfurt-Digitaltapete mit dem Innovationspreis der Kategorie "Digitaldruck/großformatiges Drucken" ausgezeichnet. Ein weiteres wichtiges Thema, das Erfurt auf der Farbe in München kommunizierte - präsentiert wurden alle Neuheiten sowohl für den Profi als auch den Heimwerker (Neuheiten siehe auch Bericht über Erfurt und den Auftritt auf der Heimtextil in Frankfurt in der diy 3/2010, S. 26) - war die Verpflichtung auf ein ökologisch verantwortliches und verbindliches unternehmerisches Handeln. Ein Produkt, das diesem Anspruch besonders gerecht werden will, ist das "Eco-Vlies", ein Zellulose-vlies für nachhaltiges Bauen und Sanieren. "Mich ärgert es", sagte Geschäftsführer Martin Erfurt auf der Pressekonferenz in München, "dass der Begriff Nachhaltigkeit inzwischen so dramatisch überstrapaziert und, ja, missbraucht wird. Doch ein besseres Beispiel für Nachhaltigkeit", betonte Erfurt, "als ein mittelständisches Unternehmen, das seit sieben Generationen einen langfristigen Ansatz verfolgt und vertritt, kann es gar nicht geben." Erfurt hat, vielleicht auch aus diesem Grund, die Krise unbeschadet überstanden. Zudem erwies sich eine der vermeintlichen Schwächen des Unternehmens als Stärke…
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