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Trend zur Marke ungebrochen

Nach dem Krisenjahr 2009 erwartet Bosch ein gesundes Wachstum. Doch das Vorkrisenniveau werde voraussichtliche erst wieder in drei oder vier Jahren erreicht.
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Kein Vortrag kommt derzeit ohne einen Hinweis auf die Krise im vergangenen Jahr aus, auch nicht der von Stefan Hartung, dem Vorsitzenden des Bereichsbeirats des Geschäftsbereiches Power Tools der Robert Bosch GmbH. "Im Februar 2009 fühlten wir uns wie ein Pilot mit Instrumentenausfall", sagte Hartung auf der jährlichen Pressekonferenz von Bosch in Leinfelden. Dann nannte er die Zahlen: Der Weltmarkt für handgehaltene Elektrowerkzeuge ging im Wert um 17 Prozent auf 6,6 Mrd. € zurück (Menge minus 13 Prozent auf 142 Mio. €). Negativ verlief die Entwicklung auf allen Teilmärkten. Europa brach mit 18 Prozent am stärksten ein. "Wobei unser Rückgang deutlich geringer ausfiel als des europäischen Gesamtmarktes bei Elektrowerkzeug, der bei 23 Prozent lag", sagte Hartung. Aber auch Asien, Nordamerika und der Mittlere Osten schrieben rote Zahlen. Nur im relativ kleinen Markt Lateinamerika konnte das Niveau gehalten werden. Dennoch, so Hartung, sei es insgesamt gelungen, in diesem schwierigen Umfeld Marktanteile sowohl bei handgehaltenen Elektrowerkzeugen als auch bei Zubehör und elektrischen Gartengeräten zu gewinnen. Auch der deutsche Markt war 2009 rückläufig. Besonders stark betroffen war der Fachhandel. Auch auf der Großfläche ging das Marktvolumen im Wert um drei Prozent und in der Menge um sieben Prozent auf 4,2 Mio. Stück zurück. Trotzdem, so Detlev Biehl, Leiter Verkauf Europa Mitte, habe sich der Trend weg von Billigwerkzeug und hin zum Markenprodukt weiter fortgesetzt und Bosch habe ein Prozent Marktanteil hinzugewinnen können. Die Beschäftigtenzahlen von Bosch verringerten sich 2009 weltweit um rund 500 auf 17.500 Mitarbeiter. In Deutschland konnte Bosch Power Tools die Zahl der Mitarbeiter von rund 3.000 dagegen weitgehend stabil halten. Maßgeblich mit verursacht wurde der Einbruch bei den E-Werkzeugen durch die Schwäche des Baugewerbes. Zudem wurden vielerorts die Lagerbestände abgebaut. Wachstumsfelder erkennt Stefan Hartung bei Gartengeräten und bei Messtechnik, aber vor allem auch bei Akku-Geräten. Zusätzlichen Schub erhielt die Entwicklung durch die Lithium-Ionen-Akkus. "Für 2011 rechnen wir damit, dass in Europa 90 Prozent aller Akkugeräte mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet sind", sagte Hartung. Bei Bosch macht der Anteil am Umsatz bei Akkugeräten mit Lithium-Ionen-Technik bereits 70 Prozent aus. Ein Wachstumsfeld stellt auch der Bereich Zubehör dar, wo Bosch durch die Akquisition der Sia Abrasives (Schleifmittel) und Freud-Zubehörgeschäftes…
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