diy plus

Alles in Rosa

Bosch hat 2010 auf dem sich sehr positiv entwickelnden Markt für Elektrowerkzeuge ein rasantes Wachstum hingelegt und Markanteile dazu gewonnen.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Nach einem Krisenjahr wie 2009 tut es besonders gut, wenn man mit ergrünten Umsatzzahlen aufwarten kann. Getrübt wird die derzeit von Optimismus getriebene Stimmung nur von der Katastrophe in Japan. „Wenn das nicht wäre“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender bei Bosch Power Tools, „dann wäre alles in Rosa.“ Dass Bosch als Gruppe nicht unberührt bleiben kann von einer der größten Naturkatastrophen, die Japan je heimgesucht hat, liegt auf der Hand. Bosch ist in dem Land seit rund 100 Jahren vertreten und beschäftigt dort rund 8.000 Mitarbeiter an 36 Standorten. Entsprechend hat Bosch reagiert und als Soforthilfe eine Mio. € für die Erbeben- und Tsunamiopfer bereitgestellt. Weitere Hilfen sollen folgen. Im engeren Bereich der Elektrowerkzeuge, so Hartung weiter, seien die Folgen beispielsweise für die Lieferfähigkeit kaum zu spüren. Auch bei der Versorgung mit Batterien sei man nicht betroffen. Von der Situation in Japan abgesehen, zeichnet Hartung deshalb ein ausgesprochen positives Bild des Elektrowerkzeugmarktes. „2010 war ein sehr wichtiges Jahr für uns, indem wir Selbstbewusstsein tanken konnten.“ Kein Wunder. Der Weltmarkt für handgehaltene Elektrowerkzeuge ist im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 150 Mio. Stück gestiegen. Im Wert kletterte der Markt sogar um sieben Prozent auf jetzt 7,5 Mrd. €. Bei den einzelnen Regionen zeichnete sich in Nordamerika eine Stabilisierung ab, ein zweistelliges Wachstum ermittelte die Bosch-Marktforschung in Lateinamerika und in Mittelost und Afrika, wenn auch in beiden Fällen von einem noch sehr niedrigen Niveau aus. Bosch Power Tools selbst hat 2010 einen Umsatz von 3,5 Mrd. € erzielt, was einem Wachstum von 19 Prozent (währungsbereinigt 13 Prozent) entspricht und damit deutlich über dem Markt liegt. „Unsere wesentlichen Märkte“, so Hartung, „haben sich nach der Wirtschaftskrise überraschend schnell erholt. Insbesondere das Geschäft mit Heimwerkergeräten hat stark angezogen.“ 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen bereits jetzt im Ausland. Um weiteres Wachstum zu erzielen, wird künftig vor allem auf China und Indien gesetzt, wo zahlreiche neue Verkaufsbüros errichtet wurden. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt derzeit weltweit rund 18.000. In Deutschland liegt die Mitarbeiterzahl stabil bei rund 3.000. Besonders erfreulich entwickelte sich für Bosch das Geschäft mit den Bau- und Heimwerkermärken. In den acht wichtigsten Ländern, so der Leiter Verkauf Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Power Tools…
Zur Startseite
Lesen Sie auch