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Auf der Zielgerade?

Die Praktiker AG erhielt Finanzmittel in Höhe von 40 Mio. € sowie Zusagen über weitere 20 Mio. €. Gespräche über ein zusätz­liches Darlehen in Höhe von 15 Mio. € wurden auch abgeschlossen.
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Die unendliche Geschichte um die Zukunft Praktikers geht in die Zielgerade – vielleicht. Denn nach den häufigen strategischen und personellen Kurswechseln in den vergangenen Jahren kann niemand sicher sein, ob die Verantwortlichen noch wirklich wissen, in welche Richtung der Bolide Praktiker sich auch tatsächlich bewegt. Ist man unterwegs vielleicht falsch abgebogen oder ist man als Geisterfahrer gerade auf der genannten Zielgerade unterwegs und fährt mit Karacho den Wettbewerbern entgegen? Nach dem Hin und Her, welche Investorengruppe ihre Millionen in das Unternehmen stecken darf, ob Anchorage oder Semper Constantia oder vielleicht sogar noch andere, schlug Anfang Oktober das Pendel zugunsten der österreichischen Privatbank aus. Am 2. Oktober wurde nämlich der zwischen Praktiker und einer von Semper Constantia beratenen Investorengruppe geschlossene Vertrag über die Gewährung eines besicherten Darlehens in Höhe von 40 Mio. € vollzogen. Zudem liegt Praktiker die verbindliche Zusage eines Kreditinstituts vor, nach erfolgreicher Durchführung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 4. Juli 2012 beschlossenen Kapitalerhöhung zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Mio. € zu gewähren. Da hierdurch wesentliche Finanzierungsmittel gesichert sind, ist die bestehende Kreditlinie unter Federführung der Commerzbank in Höhe von 40 Mio. € auf drei Jahre verlängert worden. Die Warenkreditversicherer der Gesellschaft sind schließ­lich bereit, den Restrukturierungsprozess durch entsprechende Limit­zusagen gegen­über Lieferanten zu unterstützen. Letzter Baustein des Fremdfinanzierungspakets war ein weiteres Darlehen in Höhe von 15 Mio. €. Auch diese Verhandlungen konnten kurzfristig zum Abschluss gebracht werden. „Mit dieser Paketlösung haben wir den Durchbruch zur Finanzierung unseres Restrukturierungsprogramms weitestgehend geschafft“, betonte Dr. Kay Hafner, bis Mitte Oktober noch Vorstandsvorsitzender der Praktiker AG. „Weil der Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Finanzierungsparteien recht komplex war, haben wir etwas mehr Zeit gebraucht als zunächst erwartet. Aber jetzt haben alle Beteiligten ihren in den Verhandlungen bezeugten Willen zur Kooperation bestätigt. Für uns ist das ein klares Zeichen, dass sie an den Turnaround des Unternehmens glauben, unser Restrukturierungsprogramm voll und ganz unterstützen und es auch weiter begleiten werden. Das gibt uns Sicherheit und Stabilität.“ Das Darlehen, das ursprünglich von der internationalen…
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