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„Sehr, sehr stark“

Der Gartenmarkt wächst auch 2012 wieder um rund ein Prozent. Wie geht es in der Zukunft weiter? Welche Rolle wird das Internet spielen? Das IVG-Forum suchte nach Antworten.
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Der Gartenmarkt wird 2012 voraussichtlich um 1,1 Prozent auf ein Volumen von 18,272 Mrd. € wachsen. Dabei wird der Bereich lebendes Grün am Jahresende um 0,7 Prozent zugelegt haben, die Hartware um 1,9 Prozent. Diese Prognose stellte Klaus Peter Teipel von IFH Retail Consultants auf dem Forum des Industrieverbands Garten (IVG) im Anschluss an dessen Mitgliederversammlung. Im vergangenen Jahr hatte die Branche 18,067 Mrd. € umgesetzt und war dabei um 1,5 Prozent gewachsen. Vom Wachstum profitieren im laufenden Jahr die einzelnen Vertriebskanäle sehr unterschiedlich. Am stärksten zugelegt haben die Fachgartencenter, die ihren Umsatz um 5,1 Prozent auf insgesamt 2,27 Mrd. € steigern. „Sie sind die Gewinner“, sagte Teipel. Dagegen haben die Baumärkte den Umsatz ihrer Gartencenter und -abteilungen in Höhe von 4,69 Mrd. € lediglich gehalten. Nur ganz leicht wachsen wird auch der so genannte sonstige Fachgartenhandel, also beispielsweise Einzelhandelsgärtnereien. Sie werden in dieser Prognose 3,82 Mrd. € und damit 0,2 Prozent mehr umsetzen als 2011. Wie Klaus Peter Teipel seinen Zuhörern deutlich machte, erwartet er auch für 2013 eine weiterhin stabile Entwicklung mit wiederum rund 1,1 Prozent Plus – aber eben auch nicht mehr: „Mit einer hohen Wachstumsrate ist nicht zu rechnen“, sagte er. Mit einem durchaus bedenklich stimmenden Vortrag war das Forum, das übrigens auch von der Spitze des Verbands Deutscher Garten-Center (VDG) aufmerksam verfolgt wurde, gestartet. Prof. Dr. Ulrich Reinhardt von der Stiftung für Zukunftsfragen (British American Tobacco) hat bevorstehende gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Gartenbranche analysiert. Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Einflussfaktor künftiger Trends ist die Demographie. Anhand zahlreicher Einzelergebnisse kommt Reinhardt hier zu einem Schluss: „Die Zielgruppe Familie verliert immer weiter an Bedeutung.“ Dazu ein paar Zahlen: Im Jahr 2035 wird Deutschland die älteste Bevölkerung der Welt haben, denn unsere Lebenserwartung steigt kontinuierlich: Jedes zweite heute geborene Mädchen wird voraussichtlich 100 Jahre alt. Bis 2030 wird die Zahl der 5- bis 29-Jährigen um 3,8 Mio. abnehmen, die der über 65-Jährigen dagegen um 5,2 Mio. zunehmen. Reinhardt hatte auch einige ganz konkrete und für die Branche positive Umfrageergebnisse im Gepäck. 31 Prozent der Deutschen arbeiten mindestens einmal die Woche im Garten, einmal im Monat tun dies 48 Prozent. „Genauso häufig treiben die Deutschen…
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