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Also machen wir‘s

Im Online-Geschäft mit Gartenprodukten gibt es keinen Marktführer, sagte Bastian Siebers. Mit dem neuen Shop GartenXXL und dem eingespielten Team von plus.de will der Tengelmann-Manager das ändern. Warum Multi-Channel-Anbieter das nicht können, erklärt er im diy-Gespräch.
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Wer die Dynamik verstehen will, die der E-Commerce auch im DIY- und Gartenhandel entfaltet, muss mit Menschen sprechen, die dieses Geschäft mit allem, was sie tun und sagen, verkörpern. Man mag sie vielleicht als „digital natives“ bezeichnen. Verschrobene Nerds jedenfalls sind sie nicht, sondern Handelsprofis. Man sollte also zum Beispiel mit Menschen wie Bastian Siebers sprechen. Der 37-Jährige steht seit dreieinhalb Jahren als Geschäftsführer an der Spitze der Plus Online GmbH in der Tengelmann-Gruppe, und er sagt: „Wir ticken ganz anders. Wir ticken viel schneller.“ Tempo und Präzision könnten vielleicht Begriffe sein, die seinen Stil gut beschreiben, das Ganze mit einem sympathischen Auftritt. Und dasselbe ließe sich auch über das Geschäft sagen, das er betreibt – und man muss es nicht business nennen. Gerade hat das Unternehmen den neuen Webshop GartenXXL gestartet (siehe diy 4/2013). Der Shop ist aus dem Online-Shop plus.de mit seinem 200.000 Artikel großen Hartwarensortiment hervorgegangen. „Der Garten ist bei plus.de die wichtigste Warengruppe“, erklärt Siebers, warum man ausgerechnet aus dieser Sortimentsrubrik einen eigenen Shop gemacht hat. In guten Jahren lagen die Wachstumsraten bei mehr als 50 Prozent Großartiges Thema also, interessante Zielgruppe, und „es gibt keinen Wettbewerber, der das Thema besetzt, keinen, der die Warengruppe komplett bedient“. Die Schlussfolgerung war einfach: „Also machen wir’s.“ Nach demselben Muster will man nun weitermachen: Jedes Jahr soll ein weiterer Spezialshop aus dem plus.de-Angebot erwachsen. Für dieses Jahr ist das Soll also erfüllt. Und was kommt als nächstes? DIY wäre eine Option, aber nur eine unter mehreren. „Ist noch nicht entschieden. Ehrlich.“ Ja, aber braucht so ein Vorhaben nicht einen langen Planungsvorlauf? „Uns reichen fünf bis sechs Monate.“ Tempo eben: Das macht den Unterschied aus. Deshalb versteht Siebers auch die Frage nicht ganz, die sich als erste aufgedrängt hat, als die Meldung über den neuen Garten-Shop die Runde gemacht hat: Macht sich der Obi-Mehrheitseigner Tengelmann nicht Konkurrenz im eigenen Haus? Schließlich tritt auch der deutsche DIY-Marktführer mit einem eigenen Online-Shop auf. Das aber, meint Siebers, ist so wie die anderen Wettbewerber aus dem Baumarktbereich ein Multi-Channel-Anbieter und kein „pure player“, und da gibt es aus seiner Sicht einen großen Unterschied: „Die Menschen, die da handeln, sind unterschiedlich.“ Seine Erfahrung: Stationäre Händler, die ins…
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