Maik Epping
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Markenmanager Maik Epping präsentiert das Fairtrade-Konzept auf der IPM.
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Dümmen

Faire Weihnachten

Als erster Jungpflanzenproduzent weltweit ist Dümmen von Fairtrade zertifiziert worden. Zunächst geht es um Poinsettien, später um Pelargonien.
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Die Dümmen Group, Rheinberg, wird als erster Produzent von Jungpflanzen weltweit mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert. Die Zertifizierung bezieht sich auf die Produktion von Weihnachtssternen der Marke Red Fox. Das Unternehmen beliefert internationale Topfpflanzen-Produzenten künftig mit den fair gehandelten Jungpflanzen. Es hat sein neues Angebot erstmals auf der IPM in Essen vorgestellt.
Um das Fairtrade-Siegel auf ihren Produkten führen zu dürfen, müssen Unternehmen strenge Auflagen erfüllen. Die Zertifizierung findet dabei auf Produzenten- und Handelsebene statt. Im Fall der Red Fox-Weihnachtssterne wird in einem ersten Schritt der Produktionsprozess der Mutterpflanzen in Äthiopien von einer unabhängigen Organisation zertifiziert. Als nächstes findet die Zertifizierung sämtlicher Handelspartner statt, die in die Vertriebs­kette eingebunden sind. Hierunter fallen der Produktionsstandort der Dümmen Group in Rheinberg, wo die Stecklinge bewurzelt werden, die Gärtnereien, die die Jungpflanzen zu fertigen Weihnachtssternen aufziehen, und der Handel.
"Wir arbeiten schon länger nach den Richtlinien einer nachhaltigen Wertschöpfungskette. Das zeigt auch unsere Zertifizierung der Organisation MPS - More Profitable Sustainability", erläutert Marketingleiterin Sonja Dümmen. "Die Zusammenarbeit mit Fairtrade bietet uns nun die Möglichkeit, dies auch nach außen zu kommunizieren."
Dabei will man sich nicht auf das Segment Weihnachtsstern beschränken. "Wir planen aus dem Betrieb in Äthiopien im nächsten Jahr auch Pelargonien mit dem Fairtrade-Siegel zu liefern", kündigt Sonja Dümmen an.
Im Pflanzenbereich sind mit Fairtrade vor allem drei Ziele verbunden: Sicherung der sozialen Grundrechte, reduzierter Pestizideinsatz (nach EU-Richtlinien) und kontrolliertes Wassermanagement. Darüber hinaus profitieren die Mitarbeiter unmittelbar von der Zertifizierung. Im aktuellen Projekt geht ein Cent pro Poinsettien-Steckling direkt nach Äthiopien, und die Beschäftigten dort entscheiden über die Verwendung des Geldes.Dümmen liefert jährlich rund 50 Mio. Stecklinge aus und hat damit einen Marktanteil von rund 50 Prozent in Europa. In Äthiopien beschäftigt das Unternehmen rund 2.500 Mitarbeiter.

Das Fairtrade-Siegel


Damit ein Produkt das Siegel tragen darf, müssen alle Zutaten, die unter Fairtrade-Bedingungen erhältlich sind, zu 100 Prozent Fairtrade-zertifiziert sein. Fairtrade hat einen Bekanntheitsgrad von rund 80 Prozent der Verbraucher in Deutschland, 98 Prozent der…
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